Ortsentwicklung

Barsbüttel setzt Grenzen für Entwicklung fest

Diese fünf Areale mit Gestaltungsspielraum, sogenannte Potenzialflächen, sind weggefallen.

Diese fünf Areale mit Gestaltungsspielraum, sogenannte Potenzialflächen, sind weggefallen.

Foto: Frank Hasse / HA Infografik

Neuer Flächennutzungsplan wird ausgelegt. Er führt Bereiche auf, in denen Wohnungsbau möglich ist. Bürger können Stellung beziehen.

Barsbüttel.  Im zweiten Anlauf soll es nun klappen: Bereits im Juli 2017 hatte die Barsbütteler Gemeindevertretung den neuen Flächennutzungsplan verabschiedet. In ihm sind Bereiche aufgeführt, auf denen Wohnungsbau möglich ist. Der Genehmigungsantrag wurde beim Innenministerium in Kiel vorgelegt, dann aber zurückgezogen, um eine offizielle Ablehnung zu verhindern. Experten aus der Landeshauptstadt hatten weitere Lärmgutachten und damit eine Überarbeitung gefordert. Das ist geschehen. Der Planungsausschuss fasste nun den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss.

Der F-Plan trägt den Namen „Barsbüttel 2030“

Demnächst wird das Dokument im Rathaus einzusehen sein, Bürger können sich dazu äußern und auch Kritik üben. Zudem sind Jugend- und Seniorenbeirat sowie die Ortsbeiräte aufgerufen, Stellungnahmen abzugeben. Danach wird der F-Plan wieder beim Innenministerium eingereicht. In der zweiten Variante gibt es einige Änderungen. Fünf Areale mit Gestaltungsspielraum in der 13.883 Einwohner zählenden Kommune, sogenannte Potenzialflächen, sind weggefallen. Zum Beispiel ein Acker westlich des Waldenburger Wegs. Auch eine Fläche an der Straße Am Akku auf der Seite des Altenheims sowie nahe dem Steinbeker Weg sind gestrichen. Nicht zu vergessen ein Areal an der Landesgrenze, das jetzt Ausgleichsfläche und wo der Untergrund zu feucht ist.

Der Aderlass von möglichen Wohnbauflächen hängt auch mit den veränderten politischen Machtverhältnissen nach der Kommunalwahl 2018 zusammen. Die Wählergemeinschaft Bürger für Barsbüttel (BfB) wurde damals stärkste Kraft, machte sich vor allem für den Erhalt von Grünflächen stark. Sie stellte Anfang dieses Jahres Anträge auf Streichung von Gebieten und hatte Erfolg. Der F-Plan trägt den Namen „Barsbüttel 2030“ und ist auf dieses Jahr ausgerichtet.