Warnsignale

Am 10. September heulen die Sirenen im ganzen Land

Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration in Schleswig-Holstein

Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Ministerin für Inneres, ländliche Räume und Integration in Schleswig-Holstein

Foto: Frank Molter / dpa

Gemeinsamer Aktionstag von Bund und Ländern: Was hinter Push-Nachrichten, Sirenen und Radiodurchsagen steckt.

Bad Oldesloe/Kiel.  Nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz wird es künftig an jedem zweiten Donnerstag im September einen bundesweiten „Warntag“ geben. Die Premiere steht am kommenden Donnerstag, 10. September, an. „In großen Unglücksfällen müssen alle wissen, wie man sich richtig verhält und an zuverlässige Informationen kommt“, sagt Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack. Das müsse wieder stärker und offensiver vermitteln werden, als es in den vergangenen Jahren der Fall gewesen sei: „Deshalb ist der Warntag so wichtig“, so die Ministerin.

Probewarnung wird um 11 Uhr ausgelöst

Am gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern soll zum einen die technische Infrastruktur der Warnung in ganz Deutschland mittels einer Probewarnung getestet werden. Andererseits wird es an diesem Tag umfangreiche Informationen zum richtigen Verhalten in Notsituationen geben.

Um 11 Uhr wird die Probewarnung von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ausgelöst. Sie wird an alle Multiplikatoren geschickt, die am Modularen Warnsystem (MoWaS) angeschlossen sind. Dazu zählen etwa bestimmte App-Server und Rundfunksender. Sie versenden die Probewarnung dann an Warn-Apps und Radios.

Allgemeine, landesweite Entwarnung kommt vom BBK

In den Kommunen sollen parallel akustische Warnsignale wie etwa Sirenen aktiviert werden. Dazu wird es im Kreis Stormarn flächendeckend allerdings nicht kommen. „Nach Ende des Kalten Krieges sind die vorhandenen Sirenen an die Kommunen übergeben worden, die sie seither größtenteils nur noch für die Alarmierung der Feuerwehr nutzen“, erklärt Kreissprecher Michael Drenckhahn.

Deshalb werde sich die Probewarnung in Stormarn in der Regel auf die Warnung über die kostenlosen Warn-Apps MoWas und Nina beschränken. Zusätzlich sind entsprechende Meldungen via Radio und Fernsehen vorgesehen. In Schleswig-Holstein sollen zudem erstmals digitale Werbeflächen einbezogen werden.

Die allgemeine, landesweite Entwarnung wird vom Bundesamt BBK um 11.20 Uhr vorgenommen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, weitergehende Fragen zum Warntag am 10. September, nicht über die bekannten Notfallnummern 110 oder 112 zu stellen.