Schleswig-Holstein

Krebsvorsorge: Viel zu wenige lassen sich untersuchen

Eine junge Frau fasst sich an den Kopf. Bis zu 90 Prozent der Bevölkerung hätten "mindestens einmal im Leben schon Kopfschmerzen" gehabt. Ärzte mahnen, auf Warnzeichen des Körpers zu achten.

Eine junge Frau fasst sich an den Kopf. Bis zu 90 Prozent der Bevölkerung hätten "mindestens einmal im Leben schon Kopfschmerzen" gehabt. Ärzte mahnen, auf Warnzeichen des Körpers zu achten.

Foto: Oliver Killig / dpa

Zweithäufigste Todesursache in Schleswig-Holstein. Auch im Kreis Stormarn nutzen nur wenige Menschen die Früherkennungsuntersuchungen.

Kreis Stormarn.  Krebs ist bei Männern und Frauen in Schleswig-Holstein nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache. Trotzdem werden laut AOK die Angebote zur Krebs-Früherkennung nur wenig genutzt. In Stormarn war im vergangenen Jahr nicht einmal jeder fünfte Mann über 45 Jahre (19,4 Prozent) bei der Krebsvorsorge. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau (19,2 Prozent). Bei den Frauen liegt der Anteil höher. Hier nutzten immerhin 37,6 Prozent die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. Im Jahr 2017 waren es 36,6 Prozent.

Besonders Männer gehen erst spät zum Arzt

„Sowohl Frauen als auch Männer sollten die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch. Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein wurden im nördlichsten Bundesland im Jahr 2017 insgesamt 17.834 Krebs-Neuerkrankungen und 8918 Todesfälle erfasst. Daher ist es umso wichtiger, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. „Besonders Männer gehen bei Schmerzen oder anderen Krankheitssymptomen häufig erst spät zum Arzt“, sagt Wunsch. Außerdem mieden viele die Früherkennungsuntersuchungen, weil sie ihnen unangenehm erscheinen.