Verkehr

Vorerst keine Ampel am Rosenweg in Ahrensburg

Anwohner aus dem Rosenweg in Ahrensburg sorgen sich wegen des Verkehrs um ihre Kinder. Sie fordern eine Ampel, damit die Straße sicher überquert werden kann. 

Anwohner aus dem Rosenweg in Ahrensburg sorgen sich wegen des Verkehrs um ihre Kinder. Sie fordern eine Ampel, damit die Straße sicher überquert werden kann. 

Foto: Janina Dietrich / HA

Eltern sind um die Sicherheit ihrer Kinder besorgt. Verwaltung soll Vorschläge erarbeiten, wie sich die Lage entschärfen lässt.

Ahrensburg. Die Verkehrssituation am Rosenweg in Ahrensburg lässt sich kurzfristig nicht entschärfen. Das machte Stephan Schott, Leiter des Tiefbauamtes, jetzt im Bau- und Planungsausschuss deutlich. Wie berichtet, sind viele Anlieger in Sorge um die Sicherheit ihrer Kinder, die auf dem Weg zur Schule, zum Sport oder zu Freunden die viel befahrene Straße überqueren müssen. Die Eltern fordern eine Bedarfsampel.

Ampel nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Einige Mütter und Väter kamen zur Ausschusssitzung, um ihrem Wunsch Nachdruck zu verleihen. „Ich habe zwei kleine Kinder im Kita-Alter“, sagte eine Mutter. „Sobald ein größeres Fahrzeug vor der Müllcontaineranlage hält, sehe ich gar nichts mehr. Wenn es für mich als Erwachsene schon unübersichtlich ist, wie sollen es dann erst Kinder sicher über die Straße schaffen?“

Doch der Bau einer Ampel ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. „Die Grenzen sind rechtlich sehr eng gefasst“, sagte Schott. Es hänge unter anderem von den Querungszahlen, dem Verkehr auf der Straße und der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Erschwerend komme hinzu, dass es sich beim Rosenweg um eine Haupterschließungsstraße handele. „Vielleicht gibt es andere Möglichkeiten, die viel besser geeignet sind als eine Ampel“, sagte der Fachdienstleiter. Er schlug vor, sowohl den Bereich zwischen den Einmündungen Friedensallee und Lilienweg, als auch im weiteren Straßenverlauf die Kurve zum Reesenbüttler Redder dahingehend zu überprüfen, wie sich eine Überquerung des Rosenwegs verbessern lässt.

FDP-Fraktion fordert auch Geschwindigkeitsmessanlage

Für eine geometrische Vermessung, eine Verkehrszählung und die Beratung durch ein externes Ingenieurbüro benötige er rund 50.000 Euro. „Wenn das Geld über den Nachtragshaushalt 2021 bereitgestellt wird, könnten wir uns frühestens im Februar oder März damit befassen“, sagte Schott. Die hohe Summe und die lange Dauer bis zum Beginn sorgten bei den Politikern für wenig Begeisterung. „Wir haben jetzt ein Problem und können nicht erst sechs bis zwölf Monate warten“, sagte Wolfgang Schäfer (FDP), der seit 45 Jahren am Rosenweg wohnt. „Es ist wirklich gefährlich.“

Seine Fraktion hatte die zentralen Forderungen der Eltern aufgegriffen und daraus einen Antrag für den Bauausschuss erstellt. Darin fordern die Liberalen neben dem Bau einer Ampel auch die Aufstellung einer Geschwindigkeitsmessanlage. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde in dem Teil des Rosenwegs möglich ist.

Verwaltung soll intern Vorschläge entwickeln

Nadine Levenhagen, Fraktionschefin der Grünen, bezeichnete den Antrag als „zu kurz gefasst“. Sie sagte: „Wir sollten endlich mal anfangen, ein Gesamtkonzept für Ahrensburg zu entwickeln und uns die Situation vor sämtlichen Schulen und Kitas sowie auf Schulwegen ansehen. Denn dieselbe Problematik wie am Rosenweg haben wir an vielen anderen Stellen.“ Auch Carola Behr (CDU) plädierte für einen erweiterten Blick auf das Thema: „Wir würden gern prüfen lassen, wo überall im Stadtgebiet sich rechtlich Tempo 30 einführen ließe.“ Stephan Schott gab zu Bedenken, dass Schilder allein nicht ausreichten, um Autofahrer vom Rasen abzuhalten. „Jeder Ahrensburger muss sich an die eigene Nasen fassen“, sagte er.

Auf Antrag der Wählergemeinschaft WAB, der einstimmig beschlossen wurde, soll die Verwaltung nun zunächst ohne zusätzliches Geld intern Vorschläge entwickeln, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit am Rosenweg infrage kommen könnten. Die Ergebnisse sollen im November im Ausschuss vorgestellt werden. „Wir brauchen eine Lösung“, betonte Wolfgang Schäfer. „Wir wollen klare Aussagen dazu, was möglich ist.“