Grundstücke

Dichtere Bebauung: Ahrensburgs Politiker stoppen Verfahren

Der neue Bebauungsplan soll für das rot markierte Gebiet in Ahrensburg gelten. In dem Bereich gibt es auf vielen Grundstücken Platz für weitere Häuser oder Anbauten.

Der neue Bebauungsplan soll für das rot markierte Gebiet in Ahrensburg gelten. In dem Bereich gibt es auf vielen Grundstücken Platz für weitere Häuser oder Anbauten.

Foto: Frank Hasse / HA Infografik

Keine neuen Häuser und Anbauten im Bereich Adolfstraße und Wulfsdorfer Weg. Stadtverordnete schieben Plan vorerst den Riegel vor.

Ahrensburg. Die Stadtverordneten in Ahrensburg haben den Plan der Verwaltung vorerst gestoppt, den Anwohnern im Bereich Adolfstraße und Wulfsdorfer Weg eine dichtere Bebauung ihrer teils sehr großen Grundstücke zu ermöglichen. „Die Adolfstraße ist eine der letzten historischen Straßen in Ahrensburg“, sagte Grünen-Fraktionschefin Nadine Levenhagen. Ihre Befürchtung: Wenn dort in zweiter Reihe weitere Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen, könnte es Probleme mit den Zufahrten, Bäumen und der Verkehrssituation geben. Sie forderte die Verwaltung auf, zunächst diese Aspekte zu klären und den Mitgliedern des Bauausschusses vorzulegen.

SPD-Politiker kann die Bedenken nachvollziehen

Ein entsprechender Antrag der Grünen wurde von den Stadtverordneten einstimmig (bei zwei Enthaltungen der Linken) beschlossen. Bürgermeister Michael Sarach zog daraufhin die Verwaltungsvorlage zurück, die vorsah, einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Hamburger Straße und Klaus-Groth-Straße aufzustellen. Zuvor betonte er: „Wir haben uns das Thema nicht einfach so ausgedacht. Es ist der Wunsch zahlreicher Anwohner, ihre rückwärtigen Grundstücke bebauen zu dürfen.“ Laut Stadtplanerin Stefanie Soltek sind die Flächen gut für eine Nachverdichtung geeignet, um innenstadtnah neuen Wohnraum zu schaffen.

Die Politiker hätten auch während des B-Plan-Verfahrens noch viele Möglichkeiten, um Einfluss zu nehmen, so Sarach. Doch das reichte den Stadtverordneten nicht. „Ich kann die Bedenken nachvollziehen“, sagte Bela Randschau (SPD). „Wir machen sämtliche Anwohner wild, wenn wir jetzt etwas beschließen, aber noch grundsätzlichen Informationsbedarf haben.“