Projekt

Kita-Neubau in Ahrensburg mit 50 zusätzlichen Plätzen

So soll der Neubau der Kita „Kleine Nordlichter“ am Wulfsdorfer Weg in Ahrensburg gemäß eines Entwurfs des Architekturbüros „Carsten Grobe Architektur und Gebäudetechnik“ aus Hannover aussehen.

So soll der Neubau der Kita „Kleine Nordlichter“ am Wulfsdorfer Weg in Ahrensburg gemäß eines Entwurfs des Architekturbüros „Carsten Grobe Architektur und Gebäudetechnik“ aus Hannover aussehen.

Foto: Carsten Grobe Architektur und Gebäudetechnik

Altes Gebäude am Wulfsdorfer Weg wird abgerissen, Neubau bekommt zwei Stockwerke. Städtischer Wanderweg für Projekt verlegt.

Ahrensburg.  Die Vorarbeiten für den Abriss der Kindertagesstätte „Kleine Nordlichter“ am Wulfsdorfer Weg in Ahrensburg haben begonnen. Der Träger der Einrichtung, der Kirchenkreis Hamburg-Ost, möchte das Bestandsgebäude durch einen größeren Neubau ersetzen. Bis Ende September soll zunächst ein Provisorium aus 26 Containern entstehen, in dem die Jungen und Mädchen während der Bauarbeiten unterkommen.

Bestandsgebäude habe Ende seiner Lebensdauer erreicht

„Im Anschluss wird der Abbruch des Bestandsgebäudes erfolgen, der bis Jahresende abgeschlossen sein wird“, sagt Remmer Koch, Sprecher des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Der Kita-Neubau solle bereits im kommenden Jahr fertiggestellt sein. „Derzeit planen wir mit dem Einzug der Kita zum Jahresende 2021“, so Koch.

„Mit dem Neubau können wir zusätzliche Betreuungsplätze schaffen“, betont der Sprecher des Kirchenkreises. Derzeit gibt es bei den „Nordlichtern“ vier Gruppen mit rund 80 Plätzen für Drei- bis Sechsjährige, dazu nachmittags einen Hort für 15 Grundschüler. Künftig soll die Kita 130 Kinder beherbergen: drei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren und fünf Gruppen im Elementarbereich.

800 Quadratmeter Grund- und 1350 Quadratmeter Nutzfläche

„Das Bestandsgebäude hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht“, so der Sprecher des Kirchenkreises. Der Bau verfügt über eineinhalb Stockwerke, im Obergeschoss befinden sich derzeit Wohnungen. Koch betont: „Die bestehende Gebäudestruktur aus Kindergartenbereich mit angrenzenden Wohnungen, die ursprünglich für das Personal der Kita gebaut wurden, ist nicht mehr zeitgemäß und wirtschaftlich. Vor allem, weil das Gebäude über keinen energetischen Standard verfügt.“

Der Entwurf des Büros Carsten Grobe Architektur und Gebäudetechnik aus Hannover sieht einen Bau mit 800 Quadratmetern Grund- sowie etwa 1350 Quadratmetern Nutzfläche verteilt auf zwei Stockwerke vor. Koch: „Im Erdgeschoss werden die Krippengruppen unterkommen, außerdem die Küche, zwei Essensräume und ein Bewegungsraum.“ Im Obergeschoss gebe es Platz für die Elementargruppen, die sich auf acht Räume mit unterschiedlichen pädagogischen Angeboten verteilen könnten. Geplant sei, dass es unterschiedliche Themenräume gebe und die Ausstattung sich daran orientiere. Zur Höhe der Gesamtinvestitionssumme konnte Koch keine Angabe machen.

Trasse soll auf die westliche Seite verlegt werden

Elke Agel, Leiterin der Einrichtung, blickt mit Vorfreude auf den Umzug in den Neubau: „Wir, Kinder, Eltern und Mitarbeiter, freuen uns alle auf das neue Haus.“ Er werde neue Räume mit neuen Inhalten und Möglichkeiten bieten. „Außerdem werden wir im Erzieherinnen-Team wachsen und uns weiterentwickeln“, so Agel zum Abendblatt.

Für die Realisierung des größeren Neubaus und die Schaffung zusätzlicher Parkplätze an der Kita ist allerdings ein Grundstückstausch der Kirche mit der Stadt Ahrensburg notwendig. Ihr gehört der Wanderweg, der derzeit östlich in einem Bogen an der Kita vorbeiführt. Die Trasse soll auf die westliche Seite verlegt werden, auf der sich aktuell die Feuerwehrzufahrt der Kita befindet.

Fußgängerampel soll ebenfalls verlegt werden

Der Wanderweg mit dem Namen „Kattensteert“ verbindet die Grundschule am Reesenbüttel mit der Kita, dem Familienzentrum Blockhaus und dem U-Bahnhof Ahrensburg West. Für viele Kinder ist er der tägliche Schulweg. „Es handelt sich im Kern um einen flächengleichen und kostenneutralen Tausch“, so Rathaussprecher Fabian Dorow. Dabei würden Areale von je etwa 980 Quadratmetern Größe getauscht.

Für die Umgestaltung des Weges sind im städtischen Haushalt für 2021 20.000 Euro vorgesehen. Damit die neue Trasse sicherer wird, soll zudem die Fußgängerampel am Wulfsdorfer Weg, die aktuell auf Höhe des derzeitigen Kita-Eingangs steht, um 15 Meter in Richtung Westen verlegt werden. Für die neue LED-Ampelanlage mit moderner Akustik für Sehbehinderte rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von 85.000 Euro.