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Barsbüttel riegelt Kunstrasenplatz ab

Der Kunstrasenplatz am Soltausredder wurde in den Sommerferien mit einem neuen Belag ausgestattet. Das Projekt hat rund 400.000 Euro gekostet.

Der Kunstrasenplatz am Soltausredder wurde in den Sommerferien mit einem neuen Belag ausgestattet. Das Projekt hat rund 400.000 Euro gekostet.

Foto: HA

Nur der Sportverein und Schulen haben Zugang. CDU und Grüne wollen das Gelände der Allgemeinheit wieder zugänglich machen.

Barsbüttel. Schick sieht er aus, der neue Kunstrasenplatz auf der Sportanlage am Soltausredder in Barsbüttel. Für rund 400.000 Euro hat die Gemeinde in den Sommerferien den Belag erneuert. Seitdem haben nur noch der Barsbütteler SV und Schulen Zugang, die Allgemeinheit darf dort nicht mehr körperliche Aktivitäten verrichten, was bislang möglich gewesen ist.

CDU und Grüne wollen den früheren Zustand wiederherstellen. Sie haben im Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales (SKS) am Dienstag, 25. August, einen entsprechenden Antrag gestellt.

Zutritt nur mit einem Schlüssel

„Wir kennen Leute, die mit ihren Kindern dort immer gespielt haben. Zwei Väter haben uns auf diesen Missstand hingewiesen“, sagt Angela Tsagkalidis, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Ihre Partei und die Christdemokraten argumentieren, dass der Kunstrasen durch Steuermittel finanziert wurde und deshalb jeder die Möglichkeit haben soll, auf dem Areal Sport zu treiben. Und zwar von 8 bis 22 Uhr, sollten dort keine Vereinsspieler oder Schulen zugegen sein.

„Darüber hinaus stehen auf dem Rasenplatz keine ausreichenden Tore für die Freizeitkicker zur Verfügung, da die Tore des Sportvereins abgeschlossen werden“, heißt es in dem Antrag. Der angrenzende Rasenplatz ist für jedermann nutzbar.

Mit dem neuen Belag hat die Verwaltung auch eine Tür zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz installiert. Nur wer einen Schlüssel hat, kommt auf die Fläche. „Es gibt Argumente für diese Maßnahme“, sagt Jan Greve, Fachdienstleiter Bildung und Kultur im Rathaus. Der Platz solle geschützt werden. „In der Vergangenheit haben Leute dort Flaschen drauf geworfen, außerdem wurde ein Brandfleck entdeckt.“

Vandalen beschädigten die Anlage im Jahr 2019

Im April 2019 zerschnitten Vandalen auf der Sportanlage 19 Tornetze und einen Werbebanner. Die Polizei bezifferte den Schaden auf rund 1500 Euro.

Holger Gettschat (SPD) hält die Argumentation von CDU und Grünen für schwach und verweist auf die Zerstörungen. Er sagt: „Nicht alles, was aus Steuergeld finanziert wird, muss der Allgemeinheit zugänglich sein.“ Die Sozialdemokraten wollen den Antrag ablehnen, wenn die Verwaltung an der Abriegelung festhalten möchte.

Ausschuss für Schule, Kultur und Soziales Barsbüttel, Dienstag, 25. August, 19 Uhr, Gemeinschaftsschule, Soltausredder 28