Neue Spielzeit

Bargteheider Theater startet mit Kiez-Feeling in die Saison

Albers Ahoi! bringen mit Trompete, Akkordeon, Gesang, Tuba, Saxofon, Klarinette und Schlagzeug frischen Wind und Fernweh nach Bargteheide.

Albers Ahoi! bringen mit Trompete, Akkordeon, Gesang, Tuba, Saxofon, Klarinette und Schlagzeug frischen Wind und Fernweh nach Bargteheide.

Foto: Fritz Jaenecke

Auftaktveranstaltung ist Hans Albers gewidmet. Band interpretiert maritime Lieder neu. Kino zeigt Klassiker „Große Freiheit Nr. 7“.

Bargteheide.  Das Team des Kleinen Theaters Bargteheide startet norddeutsch-traditionsbewusst in die neue Spielzeit: mit einer Hommage an den unvergessenen Schauspieler und Sänger Hans Albers. Die fünf Matrosen der Band Albers Ahoi! haben sich ganz seinen Liedern und der Musik seiner Zeit verschrieben. Am Sonntag, 23. August, stehen sie von 16 Uhr an auf der Bühne des Theaters und sorgen für maritimen Ohrenschmaus, garniert mit witzigen Anekdoten. Seinen ersten öffentlichen Testlauf mit Albers-Liedern bestritt das Quintett unter freiem Himmel – an den Landungsbrücken. Der Erfolg beim Publikum war umwerfend, Passanten sangen spontan mit oder begannen zu tanzen.

Hamburger Band spielt in ungewöhnlicher Besetzung

Der Erfolg beflügelte die Musiker und bestärkte sie darin, ihr Repertoire auszubauen. Ob „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, „La Paloma“ oder „Nimm mich mit, Kapitän“: Den fünf Hamburgern gelingt der Spagat, in ungewöhnlicher Besetzung mit Blasinstrumenten, Schlagzeug und Akkordeon sowie Gesang die Songs neu zu interpretieren und dabei gleichzeitig ihren nostalgischen Charme zu bewahren. 130 Zuschauer können bei dem Konzert dabei sein, so sehen es die derzeit gültigen Corona-Regeln vor. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auch während der Vorstellung Pflicht.

Anders sieht es bei der anschließenden Kinovorstellung aus. Maximal 100 Gäste sind erlaubt, dafür dürfen die Masken am Platz abgenommen werden. Filmstart ist um 19 Uhr, auf dem Programm steht die Originalfassung des Filmklassikers „Große Freiheit Nr. 7“ mit Albers als Seemann Hannes Kröger in der Hauptrolle. Der 1943 gedrehte Film fiel der Zensur des nationalsozialistischen Regimes zum Opfer und wurde daher erstmals zwei Jahre später in Deutschland gezeigt. Die Aufführung im September 1945 in Berlin war die erste Filmpremiere nach dem Zweiten Weltkrieg. Helmut Käutner führte Regie, Ilse Werner ist in der Rolle der Gisa Häuptlein zu sehen. Die Geschichte: Hannes Kröger nimmt die junge Frau bei sich auf und verliebt sich in sie, überlegt sogar ernsthaft, sesshaft zu werden. Doch Gisa, die nichts von seinen Plänen ahnt, verliebt sich in einen anderen. Ob Kröger das Ruder noch herumreißen kann, erfahren die Zuschauer in der Kino-Vorstellung.

Theaterverein will sich nicht unterkriegen lassen

Olaf Nehls vom Vereinsvorstand sagt zum Start in die Spielzeit: „Wir sind überglücklich, dass wir nach dem Kinobetrieb endlich auch die Bühne beleben können.“ Der Verein freue sich darüber, dass „wir dafür zumindest ein Drittel der Plätze zur Verfügung stellen können“.

Vorstandsmitglied Anja Libnau erläutert, warum der Verein Hans Albers als Auftaktthema ausgewählt hat: „Er ist als Symbol eine starke Persönlichkeit.“ Albers stehe für Beständigkeit, Lebensfreude, Stärke und „er lässt sich als norddeutsches Urgestein nicht unterkriegen“. Humorvoll setzt Libnau nach: „So wie unser Verein.“ Das Motto laute „The Show must go on“.

Im August gibt Jan-Uwe Rogge Erziehungstipps

Das gilt auch für das Gesamtprogramm: Für August steht noch eine Lesung mit dem Erziehungsexperten Jan-Uwe Rogge auf dem Plan unter dem Titel „Pubertät: Loslassen und Haltgeben“ (Donnerstag, 27.8., 19.30 Uhr). Im September geht es weiter mit dem Kabarettensemble der Leipziger Pfeffermühle (Freitag, 4.9., 20 Uhr).

Die Vorstellungen der Improtheatergruppe hidden shakespeare sind bereits ausverkauft, Gleiches gilt für das Mitsing-Konzert „Bargteheide singt!“, das aus hygienischen Erwägungen nach draußen verlegt werden soll. Besser sieht es mit Karten für das Kabarettduo Alma Hoppe aus, das sein neues Programm (Titel noch nicht bekannt) am Donnerstag, 24. September (20 Uhr), vorstellt.


Einige Vorstellungen sind bereits ausverkauft

Kleinkunst vom Feinsten bietet Jan-Christof Scheibe, der mit „Deutschlands einzige Live-Musikshow auf Zuruf“ Station in Bargteheide macht. Er bringt mit Drummer Jens Carstens (spielt bei Helene Fischer) und Gitarrist Mirko Michalski (Bandmitglied Ina Müller) zwei exzellente Musiker mit auf die Bühne. Zuhörer können das Wunschkonzert am Sonntag, 27. September (19.30 Uhr), live verfolgen.

Für die Vorstellung des Ohnsorg Theaters sind ebenso wie für die der A-cappella-Gruppe LaLeLu keine Karten mehr verfügbar. Dafür aber für das neue Programm „Germanys next Ex-Model“ von Jan-Peter Petersen (Sonntag, 18.10., 20 Uhr). Zwei Tage zuvor steht das Heaven and Hell Orchestra auf der Bühne (Freitag, 16.10., 20 Uhr). Es heizt dem Publikum mit einer wilden Mischung aus Theater, Varieté und Heavy Metal ein. Neu im Programm ist das Schmidt Theater mit einem Weihnachtsspecial (Montag, 21.12., 17.30/20 Uhr).

Mehr Infos zu Ticket-Vorverkauf, Preisen sowie weiteren Veranstaltungen der Saison 2020/2021 finden sich auf der Website www.kleines-theater-bargteheide.