Wasservergnügen

Endlich dürfen Gäste im Freizeitbad Reinbek wieder rutschen

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Ann-Kathrin Schweers
Schwimmbad ohne Rutsche macht nur halb so viel Spaß. Im August dürfen Klein und Groß wieder ins Wasser sausen.

Schwimmbad ohne Rutsche macht nur halb so viel Spaß. Im August dürfen Klein und Groß wieder ins Wasser sausen.

Foto: Bandemer / HA

Neues Hygienekonzept erlaubt ab 8. August mehr Besucher – und den Betrieb mit Schulen und Vereinen. Zwei-Schicht-System bleibt vorerst.

Reinbek.  „Es ist der erste Schritt in Richtung Normalität“, sagt Holger Kehl, der Geschäftsführer des Freizeitbads in Reinbek. Das Team an der Hermann-Körner-Straße hat nach weiteren Corona-Lockerungen des Landes Schleswig-Holstein ein neues Hygiene-Konzept erarbeitet. Konkret heißt das: Am 8. August öffnen die Rutschen wieder und es dürfen statt 115 dann 135 Personen gleichzeitig ins Bad.

Ab August ändern sich die Öffnungszeiten

Außerdem startet wieder der Betrieb mit Schulklassen und Vereinen. Dadurch ändern sich Anfang August auch die Öffnungszeiten, doch das Zwei-Schicht-System bleibt vorerst bestehen. Beispielsweise ist das Bad ab 8. August Donnerstagsnachmittags geschlossen. Dafür öffnen die Türen unter der Woche nicht wie bisher um 16 Uhr, sondern schon um 14.30 Uhr. Infrarotkabine, Massageliege, Haartrockner sowie die gesamte Saunaanlage bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Auch Schwimmunterricht und Wassergymnastik wird es noch nicht wieder geben. Für den wieder geöffneten Rutschbereich gelten Einschränkungen: Hier dürfen sich maximal fünf Personen gleichzeitig aufhalten.

Trotz der Corona-Lockerungen wird das Freizeitbad nicht an die Erfolge der vergangenen Sommer anknüpfen können: „Normalerweise haben wir 15.000 Besucher in Sommermonaten, je nach Wetterlage. Ich hoffe, dass wir für Juli auf 7000 kommen“, sagt Holger Kehl. „Und auch die erreichen wir nur, weil wir Schließzeiten für die Reinigung und Desinfektion haben. Interessanterweise sind die Leute verständnisvoll.“

Kunden freuen sich, dass Bad nicht überfüllt ist

Endet ihre Wasserzeit, verlassen sie das Bad ganz ohne Probleme. „Die Kunden freuen sich auch, dass das Bad nicht so überfüllt ist“, sagt Kehl. Damit die maximale Personenanzahl nicht überschritten wird, haben die Mitarbeiter an der Kasse 115 Legosteine und zwei Boxen aufgestellt. Kehl: „Jeder Besucher ist also quasi ein Legostein.“

Am 14. März musste das Freizeitbad für 101 Tage schließen. Der Betrieb verzeichnete deshalb im zweiten Quartal dieses Jahres Umsatzeinbußen von 166.000 Euro.

Einnahmeverluste werden von der Stadt ersetzt

„Ich bin der Politik sehr dankbar. Sie hat in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Einnahmeverluste zu ersetzen“, so Holger Kehl. Da der Betrieb mehrheitlich in städtischer Hand liegt, erhält das Bad keine Hilfe vom Land Schleswig-Holstein.

Wer das Freizeitbad besuchen möchte, muss weiterhin einen Mund- und Nasenschutz tragen – zumindest im Eingangsbereich und vor den Umkleidekabinen. Vom 8. August an gelten dann auch wieder die Vor-Corona-Tarife für den Eintritt.

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