Großeinsatz

Nach Großbrand in Barsbüttel: Polizei sucht Ursache

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In einer Lagerhalle im Industriegebiet in Barsbüttel war in der Nacht zu Sonntag ein Großfeuer ausgebrochen.

In einer Lagerhalle im Industriegebiet in Barsbüttel war in der Nacht zu Sonntag ein Großfeuer ausgebrochen.

Foto: Michael Arning

Ermittlungen noch ohne Ergebnis. Sechs Firmen in dem Gewerbekomplex betroffen. Der Sachschaden beträgt mehrere Hunderttausend Euro.

Barsbüttel. Einen Tag nach dem verheerenden Großfeuer im Gewerbegebiet Barsbüttel nordwestlich der Autobahn 1 haben die Ermittler der Kriminalpolizei Reinbek den Schauplatz an der Kreuzung Großer Kamp/Von-Bronsart-Straße abgesperrt und ihre Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen. Sie gestalten sich besonders schwierig, weil der 2000 Quadratmeter umfassende Firmenkomplex zu weiten Teilen zerstört worden ist.

Nach Informationen unserer Redaktion sind insgesamt sechs Firmen betroffen, die allesamt Mieter einer Immobilienverwaltungs GmbH mit Sitz in Hamburg sind. Eine von ihnen ist die Lichtbogen Handelsgesellschaft, ein Fachgroßhandel für Licht- und Elektrotechnik, der sich auf Beleuchtungskonzepte für innen und außen spezialisiert hat.

Firmenchef zeigt sich geschockt

„Der Schock sitzt noch immer tief“, so Geschäftsführer Carsten Koch. „In der Halle lagerte faktisch unser gesamter Warenbestand, von Leuchten für private Wohnräume über Werbeleuchten für Shops bis zu Industriebeleuchtung für große Fertigungshallen sowie diverses technisches Equipment.“ Das alles sei nun vernichtet, der wirtschaftliche Schaden belaufe sich mit Sicherheit „auf mehrere 100.000 Euro“.

Koch ist sogar doppelt betroffen, da er in dem abgebrannten Gewerbeobjekt zudem einen Showroom für die Tochterfirma Illumessence betrieben hat, die mit Designerleuchten handelt. Zu den anderen betroffenen Firmen wollte sich die Immobilienverwaltungs GmbH auf Anfrage nicht äußern. Nach Informationen der Feuerwehr soll es sich aber um eine weitere Elektrofirma, einen Reinigungsmittelvertrieb sowie eine Firma für Fahrzeugfolien handeln.

Feuerwehrleute kämpften mehr als 18 Stunden gegen die Flammen

, war das Feuer in der Nacht zum Sonntag gegen 22.20 Uhr ausgebrochen. 200 Feuerwehrleute und 25 weitere Rettungskräfte waren mehr als 18 Stunden im Einsatz, um den Brand vollständig zu löschen. In Flammen standen neben der 20 mal 40 Meter große Lagerhalle noch mehrere angrenzende Büros. Die Polizei hat den entstandenen Sachschaden auf 450.000 Euro geschätzt – ohne allerdings bislang zu wissen, was dort gelagert worden ist.

( luka )

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