Verkehr

So geht’s in Hammoor in Sachen Ortsumgehung weiter

Bürgermeister Andreas Jendrejewski (AWH, r.) und sein Stellvertreter Lars Baumgart (CDU) stehen an dem neuen Verkehrsschild.

Bürgermeister Andreas Jendrejewski (AWH, r.) und sein Stellvertreter Lars Baumgart (CDU) stehen an dem neuen Verkehrsschild.

Foto: Manfred Giese / HA

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr stellt zurzeit einen Entwurf für die Umgehungsstraße fertig. Veranstaltung wird geprüft.

Hammoor. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) ist derzeit dabei, den Entwurf der Vorzugsvariante für die geplante Ortsumgehung von Hammoor fertigzustellen. Das teilte die Behörde jetzt auf Anfrage dieser Zeitung mit. Wie berichtet, soll die Straße im Norden an der 1300-Einwohner-Gemeinde vorbeiführen, weil sich die Planer davon die größte Entlastung für die viel befahrene Hauptstraße versprechen.

Termin für Öffentlichkeitsbeteiligung war noch nicht möglich

Einer Prognose für das Jahr 2030 zufolge würden dann nur noch 1500 bis 1700 Auto- und Lastwagenfahrer den Weg über die L 89 mitten durch den Ort wählen, bei einer Südumgehung wären es 9500 Fahrzeuge und ohne Tangente voraussichtlich mehr als 15.000. Im nächsten Schritt sollen die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt werden. „Für die Ortsumgehung Hammoor wird eine begleitende Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt“, sagt eine Sprecherin des LBV. „Dadurch soll ein größtmöglicher Konsens vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens erreicht werden.“ Es handele sich um einen Prozess, „der noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird“.

Wegen der Corona-Pandemie sei 2020 noch kein Termin für eine Öffentlichkeitsbeteiligung möglich gewesen. Es werde nun geprüft, ob es im Herbst eine Veranstaltung geben könne oder ein anderes Format gewählt werde.

Kürzlich wurde Tempolimit für Lastwagen eingeführt

Bereits seit 1986 gibt es in Hammoor die Forderung nach einer Ortsumgehung. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hat das Thema für viele Streitigkeiten gesorgt – insbesondere über die Frage, ob die Trasse im Norden oder Süden an der Gemeinde vorbeiführen soll. Die vor zwei Jahren getroffene Entscheidung für die nördliche Seite sorgt vor allem bei Bauern für Unmut, die dort ihre Ställe und Felder haben. Einige haben bereits angekündigt, nicht verkaufen zu wollen, andere drohen mit einer Sammelklage.

Um den Verkehrslärm für die Anwohner an der Hauptstraße schon jetzt zu reduzieren, wurde kürzlich ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde für Lastwagen eingeführt. Es gilt nachts von 22 bis 6 Uhr. Für Bürgermeister Andreas Jendrejewski ein erster Schritt, um die Situation erträglicher zu machen.