Gebühren

Glinde beschließt niedrigere Kita-Beiträge

| Lesedauer: 2 Minuten
Kunst in der Kita Stormarnstraße : Die Vorschulkinder lernen Vincent van Goghs "Kartoffelesser" kennen, spielen den Alltag der Menschen nach und skizzieren.

Kunst in der Kita Stormarnstraße : Die Vorschulkinder lernen Vincent van Goghs "Kartoffelesser" kennen, spielen den Alltag der Menschen nach und skizzieren.

Foto: Susanne Tamm

Die Gebühren sinken ab dem Monat August. Außerdem sind die Beiträge jetzt in allen städtischen Kindertagesstätten einheitlich.

Glinde. Die Kita-Reform in Schleswig-Holstein sieht eine Deckelung der Elternbeiträge vor. Die Glinder Stadtvertreter haben jetzt die neue Gebührensatzung für die Nutzung der Kindertagesstätten beschlossen. Damit sinken die Gebühren ab August.

Platz in Elementargruppe bis 14 Uhr nun 169,80 Euro

Die Deckelung sieht einen Satz von 5,66 Euro pro Wochenstunde für die Betreuung von Kindern vor, die älter als drei Jahre sind. Das gilt auch für die Schulkinder im Hort. Für Jüngere und altersgemischte Gruppen dürfen maximal 7,21 Euro pro Betreuungsstunde berechnet werden. Außerdem sind die Beiträge jetzt in allen städtischen Kindertagesstätten einheitlich. Die Regelung soll durch Verträge auch auf die Einrichtungen freier Träger übertragen werden.

Konkret bedeutet das, das der Platz in der Elementargruppe bis 14 Uhr nun 169,80 Euro im Monat kostet. Zuvor waren es für die Kita „Wirbelwind“ 187,22 Euro und für die Kita „Die Wurzelzwerge“ 173,77 Euro.

Reform hätte in Oststeinbek zu Erhöhungen geführt

„Wie wirkt sich das finanziell für die Stadt aus?“, wollte Bernd Hengst (CDU) wissen. Stadtjugendpflegerin Dagmar Schöps geht davon aus, dass die zusätzlichen Belastungen für Kommunen vom Land ausgeglichen werden. „Die Differenz sollen wir erstattet bekommen.“ Wie diese Ankündigung umgesetzt wird, konnte sie allerdings noch nicht sagen.

Die Kosten für das Mittagessen steigen leicht von 65,50 auf 70 Euro im Monat. Auch bei dieser Summe würden die Eltern nicht mit den tatsächlichen Kosten belastet, so Ordnungsamtsleiter Bernd Mahns. Strom, Wasser und Ähnliches trage die Stadt auch weiterhin.

Anträge für Ermäßigungen fortan beim Kreis zu stellen

Mit der Aktualisierung der Satzungen werden auch neue Bundesgesetze aufgenommen. Dazu gehört die Pflicht für Erzieher ebenso wie für Kinder, eine Masernschutzimpfung nachzuweisen.

Wo die aktuellen Gebühren unter der gesetzlich vorgeschriebenen Deckelung liegen, müssten Eltern mehr zahlen. Das wäre beispielsweise in Oststeinbek der Fall gewesen. Bei einer Betreuung für Elementarkinder sollten die Sätze um bis zu 13,70 Euro monatlich steigen. Doch die Gemeindevertreter haben jüngst beschlossen, die Mehrbeträge nicht zu erheben. Im Krippenbereich wiederum dürfen die Eltern sich auf finanzielle Erleichterungen von bis zu 167 Euro monatlich freuen.

Kritisch gesehen werden vielerorts die Ermäßigungsregelungen für Geschwisterkinder. Bislang zahlen Eltern in Stormarn für das zweite Kind 30 Prozent der Gebühren. Künftig sind es 50 Prozent. Anträge für Ermäßigungen werden fortan beim Kreis gestellt.

( bs/aksc )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn