Corona-Pandemie

Stormarn: Kirche bittet um Spenden für die ärmsten Länder

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Hilfe für Arme in Corona-Zeiten: Kinder mit Schutzmasken nehmen Lunchpakete in einer Suppenküche in Caracas, Venezuela, in Empfang.

Hilfe für Arme in Corona-Zeiten: Kinder mit Schutzmasken nehmen Lunchpakete in einer Suppenküche in Caracas, Venezuela, in Empfang.

Foto: Ariana Cubillos / picture alliance

Katastrophenhilfe soll Hygienebedingungen in besonders von Covid-19 betroffenen Regionen Afrikas und Lateinamerikas verbessern.

Ahrensburg.  Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) ruft zu Spenden für den Einsatz der Diakonie Katastrophenhilfe in von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Regionen Afrikas und Lateinamerikas auf. Zugleich stellt die Nordkirche 15.000 Euro als Soforthilfe bereit. Das Geld ist für Hilfsdienste bestimmt, die der Bevölkerung in mehreren Ländern Afrikas und Lateinamerikas zugutekommen.

Bischöfin Fehrs ruft auf, jetzt schnell Leben zu retten

Insbesondere Kinder und Erwachsene, die in Flüchtlingscamps großen Risiken ausgesetzt sind, sollen verstärkt versorgt werden. Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck der Nordkirche, sagt: „Covid-19 ist eine weltweite Bedrohung – und ich glaube, wir alle sind erschüttert von den Bildern, die uns besonders aus den Ländern Lateinamerikas und Afrikas erreichen. Sind die Menschen dort ohnehin schon durch den Klimawandel benachteiligt, von Kriegen und Hunger bedroht und zu Tausenden auf der Flucht, hat sich ihre Situation durch Corona noch massiv verschlechtert.“

Medizinische Unterversorgung und hygienisch unhaltbare Zustände würden besonders die Ärmsten der Armen treffen, vor allem für mangelernährte Kinder in den Flüchtlingslagern sei die Situation extrem elend, so Fehrs. „Die Sterberate ist bedrückend. Es braucht jetzt schnelle Hilfe, die greift! Ich lege uns allen ans Herz: Helfen wir mit, Leben zu retten!“

Hilfsprogramme werden mit Partnerorganisationen entwickelt

Für das Diakonische Werk Hamburg hebt Landespastor Dirk Ahrens hervor: „Corona bedroht die Erfolge beim Kampf gegen den Hunger. Um den Menschen auch langfristig zu helfen, müssen die Projekte zum Aufbau des Gesundheitssystems oder einer nachhaltigen Landwirtschaft gesichert werden.“ Ahrens weiter: „Gerade jetzt müssen wir an die Menschen in anderen Teilen der Welt denken, die schon vor dem Ausbruch von Corona in großer Not waren.“

Die Hilfsprogramme werden gemeinsam mit den Partnerorganisationen entwickelt und umgesetzt. Dazu zählt, die Hygienebedingungen mit dem Bau von Handwaschstationen zu verbessern und die Haushalte zudem über Wassertanks mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Nach konkreter Bedarfsermittlung werden Hygiene-Artikel wie beispielsweise Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken verteilt.

Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin Evangelische Bank, IBAN DE68 5206 0410 0000 5025 02, Stichwort: „Corona-Hilfe weltweit“ oder online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

( HA )

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