Schleswig-Holstein

Einbruchschutz: Stormarner können Förderanträge stellen

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Viele Einbrecher klingeln an der Haustür. Antwortet darauf niemand, gehen sie ums Haus und hebeln ein Fenster auf.

Viele Einbrecher klingeln an der Haustür. Antwortet darauf niemand, gehen sie ums Haus und hebeln ein Fenster auf.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Land unterstützt Sicherungsmaßnahmen von Eigentümern und Mietern mit einer Summe von 1,8 Millionen Euro.

Ahrensburg. Schleswig-Holsteiner können von Montag an wieder Fördermittel für Investitionen zum Schutz vor Wohnungseinbrüchen beantragen. Dies kündigte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) gestern an. Für das laufende Jahr stünden 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Die Anträge müssen über die Investitionsbank (IB.SH) gestellt werden.

Im vergangenen Jahr wurden 927 Anträge bewilligt

Die Landesregierung hat ihr 2016 gestartetes Einbruchschutzprogramm in diesem Jahr nicht nur fortgesetzt, sondern auch für Mieter geöffnet. „Prävention ist der beste Einbruchschutz“, sagt Sütterlin-Waack. Das Programm greift jetzt ab Investitionen von 500 Euro – bislang lag die Grenze bei 1000 Euro. Seit Beginn des Programms vor vier Jahren wurden fast 4500 Haushalte bei der Ausstattung ihrer Eigenheime mit technischen Sicherungsmaßnahmen unterstützt.

Im vergangenen Jahr wurden 927 Anträge bewilligt. Das waren 20 mehr als 2018. Ein Großteil kommt stets aus dem Hamburger Umland, in dem die Einbruchszahlen im Landesvergleich überdurchschnittlich hoch sind. Aus Stormarn wurden laut Innenministerium 139 Anträge genehmigt mit einem Zuschussvolumen von knapp 128.000 Euro. Im Jahr 2018 waren es 100 Eigentümer, die zusammen rund 84.000 Euro bekamen. Die Öffnung für Mieter und die Senkung des Mindestinvestitionsvolumens soll dazu beitragen, dass noch mehr Anträge gestellt werden.

Stormarner können bis zu 1550 Euro bekommen

Der landesweite Rückgang der Einbruchszahlen seit 2017 hatte sich laut Innenministerium auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. 2019 sei die Zahl der Fälle um 8,5 Prozent auf 4476 gesunken. Fast jeder zweite Einbruchsversuch sei gescheitert.

„Neben der hervorragenden Arbeit unserer Polizei leistet die stetige Verbesserung des Einbruchschutzes einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg“, so die Ministerin. Je sicherer die Wohnungen seien, desto stärker würden die Täter abgeschreckt. Über das Landesprogramm werden Zuschüsse gestaffelt in Höhe von bis zu 20 Prozent der Investitionskosten und maximal bis zu 1550 Euro pro Wohnobjekt gewährt.

Einbau von Alarmanlagen wird ebenfalls gefördert

Wer Geld aus Kiel haben möchte, muss den Antrag unbedingt vor Beginn der Arbeiten stellen und auch die Bewilligung bekommen. Antragsformulare und weitere Informationen zum Programm sind auf der Internetseite der IB.SH unter www.ib-sh.de/zuschuss-fuer-einbruchschutz verfügbar.

Gefördert werden unter anderem einbruchhemmende Türen und Fenster sowie Nachrüstsysteme, Gitter und Rollläden. Der Einbau von Alarmanlagen steht ebenfalls auf der Liste.

Nähere Informationen gibt es bei den Beratern der IB.SH unter der Telefonnummer 0431/9905-5.

( tj )

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