Baubranche

Firmen aus dem Kreis Stormarn klagen über Fachkräftemangel

Ein Schild mit der Aufschrift "Lehrling gesucht" ist vor einem Zaun eines Handwerksbetriebes aufgestellt (Symbolfoto).

Ein Schild mit der Aufschrift "Lehrling gesucht" ist vor einem Zaun eines Handwerksbetriebes aufgestellt (Symbolfoto).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Negativtrend zeichnet sich ab. Vor allem für Betriebe der Baubranche könnte die Situation in nächsten Jahren problematisch werden.

Ahrensburg.  Der Mangel an Fachkräften könnte für Baufirmen im Kreis Stormarn in den nächsten Jahren zu einem ernsten Problem werden. Davor warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und verweist auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Danach gibt es in den Bauberufen immer größere Schwierigkeiten, Personal für offene Stellen zu finden. Im vergangenen Jahr blieben im Kreis Stormarn 94 Stellen in der Branche länger als 90 Tage unbesetzt. 2018 waren es 73 Stellen, ein Jahr zuvor 58.

„Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund“

„Ob es um den Bau von Wohnungen und Straßen oder die Sanierung von Brücken geht– viele Firmen arbeiten wegen der anziehenden Nachfrage längst am Limit. Und das sogar in Zeiten von Corona. Um die Aufträge zu bewältigen, müssen sie jetzt in die Fachleute von morgen investieren“, sagt Matthias Maurer, Bezirksvorsitzender der IG BAU Hamburg. Die Branche müsse jedoch deutlich attraktiver werden und insbesondere Bezahlung und Arbeitsbedingungen verbessern. Maurer: „Aktuell erleben wir einen regelrechten Facharbeiter-Schwund. Drei Jahre nach der Ausbildung haben im Schnitt zwei von drei Bauarbeitern ihre Branche verlassen. Der Trend muss gestoppt werden.“