Vorhaben gescheitert

Kein Autokino für Trittau: Fraktion BGT gibt Projekt auf

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Bürgergemeinschaft zieht Antrag zurück und gibt in Pressemitteilung Gemeinde die Schuld für Absage. Bürgermeister bestreitet Vorwürfe.

Trittau. Die Bürgergemeinschaft Trittau (BGT) hat sich von ihren Vorhaben, für eine begrenzte Zeit ein Autokino auf dem Schützenplatz zu installieren, distanziert und ihren Antrag zum Thema zurückgezogen. In einer Pressemitteilung beklagt sich die Wählergruppe über die Gemeinde, „die der zeitnahen Umsetzung zu viele Fallstricke und Stolperfallen in den Weg gelegt hat“. Weiter heißt es: „Neue Wege bedürfen auch Bewegung in den Köpfen mancher Rückwärtsgewandten.“ Wer genau damit gemeint ist, sagt die BGT allerdings nicht.

Die gesetzlichen Vorgaben seien alle erfüllbar

Bürgermeister Oliver Mesch kommentiert die Entscheidung so: „Ich bedauere, dass die BGT ihr Vorhaben nicht weiterverfolgt.“ Die Gemeindevertretung habe diesem zugestimmt und die Verwaltung viel Arbeit hineingesteckt.

Das Ergebnis sei schade für die Bürger. Viele hätten sich auf das Kino gefreut. Die Vorwürfe der BGT könne er so nicht nachvollziehen. „Wir haben sehr gut zugearbeitet, die benötigten Antragsformulare zugeschickt, alles aufbereitet und angeboten, das Weitere vor Ort gemeinsam zu besprechen“, so Mesch.

Bereits im Vorfeld sei die Verwaltung beratend tätig gewesen. Die gesetzlichen Vorgaben seien alle erfüllbar. Als Beispiel nennt der Bürgermeister die Autodisco im Trittauer Fun-Parc, die der Betreiber durch seine professionelle Herangehensweise habe realisieren können.

Bürgergemeinschaft erwartete Katalog mit Anforderungen

Marko Wagner (BGT) hatte das Projekt initiiert. Zuerst habe er versucht, einen Veranstalter für das Autokino aus Trittau oder Umgebung zu finden. Da das nicht gelungen sei, habe sich die BGT bereit erklärt, das Vorhaben zu unterstützen. Wagner: „Das war ursprünglich nicht als politische Veranstaltung gedacht.“ Den Hauptgrund für das Scheitern sieht er darin, dass „wir recht spät den Beschluss bekommen haben und bei der Sponsorensuche nicht auf die erforderliche finanzielle Unterstützung gekommen sind“.

Die Bürgergemeinschaft habe nicht damit gerechnet, dass sie sich die ganzen Voraussetzungen für eine Genehmigung erst einmal erarbeiten müsse. Vielmehr habe sie erwartet, dass sie von der Verwaltung einen Katalog mit einer Auflistung der Anforderungen bekomme.

Wagner sucht Schuld nicht allein bei Politik und Verwaltung

„Wir sind ja keine Eventagentur“, sagt Wagner. So seien beispielsweise ein Bauantrag für fliegende Bauten und ein Nutzungsänderungsantrag für die Fläche erforderlich gewesen. Und Zeit: „Die hätte der Kreis noch absegnen müssen.“

Wagner betont, dass er die Schuld nicht allein bei Politik und Verwaltung sucht. „Es sind viele Dinge zusammengekommen, die nicht optimal gelaufen sind und zur Absage geführt haben.“ In dem BGT-Schreiben liest sich das so: „Die geplante Veranstaltung der BGT-Fraktion steht unter keinem guten Stern.“

( nick )

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