Junge Autoren

Reinbeker Sachsenwaldschule glänzt bei Schreibwettbewerb

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Clara von Toll, Gesa Ocker, Zoe Schreblowski, Tomke Mint, Carlotta Meincke und Yara Wehlmann von der Sachsenwaldschule haben gewonnen.

Clara von Toll, Gesa Ocker, Zoe Schreblowski, Tomke Mint, Carlotta Meincke und Yara Wehlmann von der Sachsenwaldschule haben gewonnen.

Foto: Susanne Tamm

Gleich sechs Gymnasiastinnen landen bei den 16. Hamburger Märchentagen unter den besten 20. Jury wählte aus anonymisierten Texten aus.

Reinbek. Eine ganze Riege junger Autorinnen wächst anscheinend gerade am Sachsenwaldgymnasium heran. Denn von 677 Schulkindern der fünften und sechsten Klassen, die sich am Schreibwettbewerb der 16. Hamburger Märchentage beteiligt und ihre Texte eingesendet haben, besuchen 13 die Sachsenwaldschule, und gleich sechs von ihnen landeten auf den ersten 20 Plätzen.

Leiterin der Märchentage war von Ergebnis überrascht

Und zwar ohne große Unterrichtsvorbereitung, wie ihre Deutschlehrerin, Astrid Hansen, berichtete: „Ich habe den Schülern nur im Unterricht von dem Wettbewerb erzählt. Wir haben kurz besprochen, welche Elemente typisch für Märchen sind. Für mehr war leider keine Zeit.“ Alle hätten ein Märchen geschrieben, aber die Teilnahme an dem Wettbewerb unter dem Motto „Übers Nordmeer ins Reich der Trolle“ sei rein freiwillig gewesen. Die Jury aus renommierten Hamburger Autoren und Persönlichkeiten wählt die Preisträger aus den anonymisierten Texten. Sie wissen nicht, von welchen Schulen die Nachwuchsautoren kommen. Auch Heike Grunewald, Leiterin der Hamburger Märchentage, war überrascht: „Das ist wirklich unglaublich, ihr habt im vorderen Bereich sämtliche Preise abgeräumt“, lobte sie. „So etwas hatten wir noch nie.“

Den Juroren sei die Auswahl sehr schwer gefallen, weil alle Märchen so schön waren. „Deshalb gibt es eigentlich nur Gewinner.“ In gewöhnlichen Zeiten wären die Mädchen von den Organisatorinnen zu einer feierlichen Preisverleihung ins Theater für Kinder in Hamburg-Altona eingeladen worden, berichtete Heike Grunewald. Diese Feier musste wegen der Pandemie ausfallen.

Prämierte Erzähler erhielten Urkunden und Büchergutscheine

Die Leiterin der Märchentage und ihre Koordinatorin, Susanne Wagner, ließen es sich aber nicht nehmen, für eine Preisverleihung eigens nach Reinbek zu kommen. „In den Märchen tauchen Probleme auf, die nur gelöst werden können, wenn man mutig ist“, sagte sie. „Das ist immer so im Leben, dass man irgendwann plötzlich vor einem Problem steht. Aber wenn man sich einsetzt und kämpft, schafft man es häufig, es zu lösen“, sagte Heike Grunewald den Kindern. „Das habt ihr in euren Märchen sehr schön und dabei auch sehr fantasievoll umgesetzt.“

Für jede prämierte Märchenerzählerin gab es eine Urkunde und einen Büchergutschein. Jedes Märchen wurde ausführlich gewürdigt: das von Gesa Ocker und das von Clara von Toll (beide Platz 11), von Zoe Schreblowski (Platz 7), von Yara Wehlmann (Platz 5), von Carlotta Meincke (Platz 4) und von Tomke Mint (Platz 3). Zusätzlich erhielten die Jungautorinnen, die es auf einen der ersten zehn Plätze geschafft hatten, Preise für Kreativkurse oder einen Einkaufsgutschein für einen Künstlermarkt. Gewinne, die die Fantasie anregen – genau wie ihre inspirierenden Märchen.

( st )

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