Badegäste

Wer macht mit beim Anbaden im Schönaubad Trittau?

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Peter Naujoks (v. l.), Oliver Mesch, Sebastian Lindemann und Kai Kobis (v.) am Springerbecken. Der Sprung ins Wasser ist ab Sonnabend wieder möglich.

Peter Naujoks (v. l.), Oliver Mesch, Sebastian Lindemann und Kai Kobis (v.) am Springerbecken. Der Sprung ins Wasser ist ab Sonnabend wieder möglich.

Foto: Elvira Nickmann

Betriebsleiter und Verwaltungschef appellieren an Vernunft der Gäste. Zwei-Schicht-System, maximal 400 Badegäste pro Schicht erlaubt.

Trittau. Das Schönaubad in Trittau liegt still in der Sonne, nur ab und zu durchbricht der Lärm einer Reinigungsmaschine die Ruhe. Betriebsleiter Peter Naujoks und seine Mitarbeiter Sebastian Lindemann und Kai Kobis sind mit den letzten Vorbereitungen für den Start in die Sommersaison beschäftigt. Beim Anbaden am Sonnabend, 27. Juni (10 Uhr), können bis zu 400 Badegäste dabei sein.

Das A und O seien Hygiene und Abstand

Die Erleichterung über die baldige Eröffnung steht dem Betriebsleiter ins Gesicht geschrieben. Genauso wie Bürgermeister Oliver Mesch, der erläutert, warum: „Es gab in den letzten Wochen kein Thema, das mehr an mich herangetragen worden ist, als die Frage, wann das Schwimmbad endlich wieder öffnet.“ Aus Sicht der Gemeinde sei das keine einfache Entscheidung gewesen, auch wirtschaftliche Faktoren hätten eine Rolle gespielt wie die Verkürzung der Saison. Mesch lobte ausdrücklich die Arbeit des Schwimmbadteams. Diesem sei es trotz kurzer Vorbereitungszeit gelungen, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung ein durchdachtes Hygienekonzept zu erstellen. „Die Fallstricke liegen in den Details“, sagt Mesch.

Solche Fallstricke kennt Naujoks inzwischen zur Genüge. Er sagt: „Zuerst hieß es, die Leute müssten im Kreis schwimmen und wir müssten Leinen einziehen.“ Doch diese Vorgaben seien glücklicherweise zurückgenommen worden. Auch die Idee, einen Markierungswagen des Sportvereins einzusetzen, um einen Bereich für jeden Besucher zu markieren, musste nicht umgesetzt werden. Das A und O seien Hygiene und Abstand, betont der Betriebsleiter. Mesch sagt: „Ich appelliere an alle, sich an das Hygienekonzept zu halten.“ Bei zu vielen Regelverstößen bestehe die Gefahr, dass das Gesundheitsamt das Bad wieder schließen lasse. Für Naujoks ein schlimmes Szenario: „Denn die Menschen brauchen ein Ventil, wollen rausgehen, sich bewegen.“ Er und sein Team seien jetzt die „Sheriffs“, so der Betriebsleiter mit einem Schmunzeln. „Und wenn sich doch Gruppen bilden, muss der Bademeister eben ein bisschen böse werden.“

Aufregung kurz vor der Öffnung sei spürbar

Zu den Neuerungen zählen geänderte Öffnungszeiten mit zwei Schichten, damit dazwischen gereinigt und desinfiziert werden kann. Für den Zugang sind ein ausgefülltes Registrierungsformular (Download: www.schoenaubad.de, Kopiervorlagen vor Ort) und Mund-Nasen-Schutz erforderlich. Pro Schicht sind maximal 400 Badegäste erlaubt. Schilder und Banner weisen auf die Regeln hin.

In seinem Team sei die Aufregung kurz vor der Öffnung spürbar, sagt Naujoks. „Es war eine unruhige Zeit, als wir nicht aufmachen durften.“ Doch darüber, dass es mit der Ruhe im Schönaubad wohl auch bald vorbei ist, ist der Betriebsleiter alles andere als traurig.

( nick )

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