Hilfsaktion

Polizistin sammelt Spenden für Geflüchtete in Griechenland

Polizeihauptmeisterin Silke Stolz hat unter dem Motto „Abgelaufen – Solidarität aus dem Verbandkasten“ eine Sammelaktion  gestartet.

Polizeihauptmeisterin Silke Stolz hat unter dem Motto „Abgelaufen – Solidarität aus dem Verbandkasten“ eine Sammelaktion gestartet.

Foto: Susanne Tamm

Die Reinbekerin SilkeStolz hilft mit den Spenden den Menschen in einem Lager auf der griechischen Insel Chios.

Reinbek. „Mit einer solchen Menge hätte ich nicht gerechnet“, sagte Silke Stolz gestern. „Darüber freue ich mich wirklich.“ Wie berichtet, hatte die Polizeihauptmeisterin in Reinbek die Hilfsaktion für Flüchtlinge „Abgelaufen – Solidarität aus dem Verbandskasten“ ins Leben gerufen. Bei Kontrollen war ihr immer wieder aufgefallen, dass das Verfallsdatum der Erste-Hilfe-Kästen, die ein Autofahrer mit sich führen muss, überschritten war.

Blaue Boxen dienen als Sammelbehälter

Sie sammelt in zwei blauen Boxen vor der Polizeiwache an der Sophienstraße und vor der Esso-Tankstelle Ecke Berliner/Hamburger Straße Verbandsmaterial aus abgelaufenen Erste-Hilfe-Kästen. Daraus konnte sie bereits drei Umzugskartons voller Verbandsmaterial zum Verein „Wir packen’s an“ nach Berlin bringen. Von dort startete der Lkw und transportierte medizinisches Material vor allem auf die griechische Insel Chios. Dort wurde eine Isolierstation für an Covid-19 erkrankte Flüchtlinge aufgebaut. „Diese Klinik braucht dringend Material“, so Silke Stolz. Weitere Spenden werden zum Flüchtlingslager Fathy auf Samos gebracht.

Die Hilfsaktion läuft weiter. Insgesamt kamen aus den Reinbeker Sammelboxen bereits sechs Umzugskartons mit Verbandszeug zusammen. Außerdem haben sich Kontakte mit einem Pinneberger Verein ergeben, mit die Aktion möglicherweise sogar noch erweitert wird.