Verkauf

Bargteheide trennt sich von zwei alten Tiefgaragenplätzen

| Lesedauer: 2 Minuten
Bargteheides Kämmerer Joachim Teschke ist in Corona-Zeiten froh über jede zusätzliche Einnahme.

Bargteheides Kämmerer Joachim Teschke ist in Corona-Zeiten froh über jede zusätzliche Einnahme.

Foto: Harald Klix

Abnehmer für die letzten beiden von ursprünglich 18 Stellflächen gefunden. Vermutlich steht eine Sanierung der Anlage kurz bevor..

Bargteheide. In Zeiten deutlich erhöhter Ausgaben durch die Corona-Pandemie ist der Kämmerer der Stadt Bargteheide, Joachim Teschke, froh über jede zusätzliche Einnahme. Der Verkauf zweier Tiefgaragenplätze Am Markt dürfte angesichts der angespannten Haushaltslage zwar nur ein Tropfen auf dem oft zitierten heißen Stein sein. Die Geschichte dahinter ist deshalb aber nicht weniger spannend.

Stadt übernimmt Parkplatzkontingent

Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre sah der Bebauungsplan 13 im Bereich zwischen den Straßen Am Markt im Westen und Mittelweg im Osten, sowie Rathausstraße im Süden und Am Steinkreuz im Norden mehrere Wohn- und Geschäftshäuser vor. Für das besagte Quartier sollte zudem eine durchgehende Gemeinschaftstiefgarage entstehen. Ein Investor, der dort eine gemischte Immobilie für Gewerbe und Wohnen errichten wollte, erklärte sich denn auch bereit, die Tiefgarage zu bauen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Stadt die für sein Bauvorhaben nicht benötigten Stellplätze übernimmt.

„Das hat sie seinerzeit auch getan. Erklärtes Ziel war ja eine bauliche Verdichtung des Areals. Weshalb der Zwischenerwerb eines gewissen Parkplatzkontingents im Hinblick auf den Bau weiterer Wohn- und Geschäftshäuser durchaus sinnvoll erschien“, so Stadtsprecher Alexander Wagner. Deshalb wurden insgesamt 18 Stellplätze übernommen, das Gros in der Tiefgarage, dazu einige auf einer Freifläche darüber.

Nachfrage nach Tiefgaragenplätzen sinkt

Womit die Kommunalpolitiker vor 40 Jahren allerdings nicht gerechnet hatten: Zehn Jahre später hatte sich der große Bauboom deutlich abgeschwächt. Es wurde bei weitem nicht mehr so viel gebaut wie ursprünglich angenommen. Folglich sank auch die Nachfrage an kostenpflichtigen Dauerstellplätzen.

„Der Stadt gelang es im Laufe der Zeit, einen Großteil der in ihrem Besitz befindlichen Parkplätze sukzessive zu veräußern. Für die letzten zwei wollten sich indes trotz aller Bemühungen viele Jahre keine Abnehmer finden. Und schon gar nicht für den aus heutiger Sicht überteuerten Einstandspreis.

Die letzten beiden Plätze werden verkauft

Die beiden Plätze sind momentan zwar vermietet, sodass die laufenden Kosten gedeckt sind. „Ein Verkaufspreis, der angesichts der in den vergangenen 40 Jahren gezahlten Unterhalts- und Bewirtschaftungsbeträge kostendeckend gewesen wäre, hätte sich jedoch kaum mehr erzielen lassen“, sagt Alexander Wagner.

Unlängst hat sich dann aber doch noch ein Interessent gefunden, der bereit ist, die beiden verbliebenen Plätze für einen Restwert von je 4100 Euro zu übernehmen. Quasi in letzter Minute steht die Tiefgarage dem Vernehmen nach doch kurz vor einer aufwendigen Instandhaltungsmaßnahme. Deshalb hat der Finanzausschuss dem Verkauf nun ohne große Debatte zugestimmt.

( luka )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn