Öffnung

Stormarn: Kinder dürfen wieder auf vielen Spielplätzen toben

| Lesedauer: 3 Minuten
Arthur (4) ist einer der ersten Besucher auf dem Spielplatz Rathausstraße in Bargteheide. Das Klettergerüst ist weiter gesperrt.

Arthur (4) ist einer der ersten Besucher auf dem Spielplatz Rathausstraße in Bargteheide. Das Klettergerüst ist weiter gesperrt.

Foto: Petra Sonntag

Kommunen arbeiten mit Hochdruck an Hygienekonzepten. Zahl der klinisch bestätigten Covid-19-Fälle im Kreis stagniert.

Bargteheide/Glinde. Eltern von kleinen Kindern dürften aufatmen: Die ersten Spielplätze im Kreis sind seit Montag wieder zugänglich, nachdem die Landesregierung am Wochenende weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen verabschiedet hatte.

Hygienekonzepte werden vor Ort ausgehängt

Als eine der ersten Kommunen in Stormarn öffnete Bargteheide acht seiner 23 Kinderspielplätze: Die Plätze am Alten Sportplatz, am Maisfeld, Auf der Weide, Augusta-Stolberg-Straße, Bachstraße, Rathausstraße, Wilhelm-Hauff-Weg und Zu den Fischteichen sind wieder täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Voraussetzung dafür ist ein Hygienekonzept, dass alle Kommunen vor Inbetriebnahme eines Spielplatzes festlegen und vor Ort aushängen müssen.

Zur Wahrung der Abstandsregeln von mindestens 1,50 Metern dürfen sich nur eine bestimmte Anzahl von Kindern und Erwachsenen gleichzeitig auf einem Spielplatz aufhalten. Wie viel genau, ist abhängig von seiner Größe. Ein Aushang vor Ort weist die genaue Zahl und Verhaltensregeln aus. Die Spielgeräte sollen mehrmals täglich von der Kommune desinfiziert werden. Eltern wird zudem geraten, selbst die Spielgeräte vor und nach der Nutzung zu desinfizieren. Außerdem wird das Tragen einer Atemschutzmaske dringend empfohlen. Die Bolzplätze bleiben in Bargteheide jedoch weiterhin geschlossen.

Ahrensburg hat Klärungsbedarf bei Bolzplätzen

In Ahrensburg will die Verwaltung darüber heute entscheiden. „Wir wollen heute eigentlich alle 42 Spiel- und Bolzplätze wieder öffnen“, sagt Hauke Schmidt von der Stadt Ahrensburg. „Ob die Bolzplätze dazugehören, klären wir heute mit unserem Ansprechpartner beim Kreis.“ Andernorts wird es noch einige Tage dauern, bis die Spielplätze wieder öffnen. Andrea Köhler vom Ordnungsamt in Glinde sagt: „Wir müssen erst alle Plätze inspizieren, reinigen und die Hygienekonzepte anpassen.“

Auch in Oststeinbek arbeitet die Verwaltung noch am Hygienekonzept für die 13 Spielplätze der Kommune. In Bad Oldesloe müssen sich die Kinder ebenfalls noch gedulden. Wann und unter welchen Voraussetzungen die Freizeit- und Freibäder im Kreis wieder öffnen dürfen, bleibt abzuwarten. Eine Aktivierung der Bäderregelung könne erst im Zusammenhang mit Erleichterungen für den Tourismus diskutiert werden, gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Sonntag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur an.

Zwei weitere Stormarner sterben am Coronavirus

Eine mehr als 90 Jahre alte Bewohnerin des Pflegeheims Wohnpark Rohlfshagen in Rümpel sowie eine über 70 Jahre alte Bewohnerin aus einer Pflegeeinrichtung im Süden des Kreises sind inzwischen an Covid-19 gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Toten in Stormarn auf 25.

Die Zahl der klinisch bestätigten Covid-19-Fälle hingegen hat sich nicht erhöht und beträgt weiterhin 401. Zehn Stormarner befinden sich in stationärer Behandlung, 69 in häuslicher Quarantäne. 297 Infizierte sind bereits genesen. Im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift sind nur noch zwei Covid-19-Fälle auf der Isolierstation.

( peso )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn