Rehabilitation

Wie Gabriela Will das Tatwerk in Reinbek retten möchte

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Gabriela Will im Wald des Tatwerk- Geländes.

Gabriela Will im Wald des Tatwerk- Geländes.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Die Leiterin der Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation psychisch Erkrankter hofft auf Vertragsverlängerung und Politik-Hilfe.

Reinbek. Gabriela Will kämpft dafür, das Tatwerk an der Halskestraße zu erhalten. Die Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation psychisch Erkrankter ist das Herzensprojekt der Leiterin. Auch die einmalige Natur auf dem Areal möchte sie schützen und Reinbekern präsenter machen.

Der Mietvertrag läuft Ende August aus

Für Spätsommer ist eine Fledermaus-Beobachtung geplant. Gabriela Will steht seit 2019 im engem Kontakt mit der BUND-Ortsgruppe Reinbek/Wentorf. Mitglieder machten sich ein Bild vom alten Baumbestand mit Eschen, Buchen und Birken. Der Fledermaus-Experte Jörg Lückemeyer stellte fest, dass es wohl zwei verschiedene Arten des Abendseglers und die Zwergfledermaus im Wald gibt. Bei einer Begehung machen Interessierte sich selbst ein Bild.

Gabriela Will teilt ihr Kleinod gern mit den Reinbekern. Doch für wie lange noch? Wie berichtet, läuft der Mietvertrag Ende August aus. Das 22.000 Quadratmeter große Areal steht für mehrere Millionen Euro zum Verkauf. „Einen Käufer gibt es noch nicht“, weiß die Betriebsstättenleiterin. Die Coronakrise führe wohl zur Zurückhaltung von Investoren. Sie erwartet nun eine Verlängerung des Vertrags um ein Jahr. „Eine Kündigung habe ich noch nicht erhalten. Aber es geht mir darum, eine langfristige Lösung zu finden“, sagt sie. Politik und Stadtverwaltung hatten sich des Themas angenommen. Will hofft, das Engagement nimmt mit einer Normalisierung der Coronalage wieder zu. Die Arbeit von ihrem Team hat sich durch die Krise schlagartig geändert. Alle Behindertenwerkstätten mussten für die Klienten schließen. Nur sieben hauptamtliche Mitarbeiter sind noch vor Ort.

Tatwerk freut sich über Spenden von Baumwollstoff

Sie nähen unter anderem Schutzmasken, die an der Halskestraße 4 zu den üblichen Öffnungszeiten verkauft werden. Wer eine Maske für sechs Euro kauft, finanziert eine weitere, die als Spende an soziale Einrichtungen und Bedürftige abgegeben wird. Das Tatwerk freut sich über Spenden von Baumwollstoff, Gummibändern oder Garn.

( aksc )

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