Reinbek

Krankenhaus bedankt sich bei seinen Unterstützern

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Stefan Jäckle freut sich über die Spezialmasken.

Stefan Jäckle freut sich über die Spezialmasken.

Foto: Andrea Schulz-Colberg / KH Reinbek

Krankenhaus St. Adolf-Stift freut sich über Spenden wie beispielsweise Spezialmasken, Schutzkittel und Süßigkeiten für die Belegschaft.

Reinbek. Ein Anruf des Wohltorfer Geschäftsmanns Michael Illies sorgte jetzt für große Freude im Krankenhaus St. Adolf-Stift. Prof. Stefan Jäckle, Ärztlicher Direktor in St. Adolf, nimmt dies zum Anlass, sich für eine Welle der Hilfsbereitschaft zu bedanken: „Wir bekommen Geschenke für die Belegschaft, etwa Süßes und Schoki, was super für die Stimmung im Haus ist. Aber wir erhalten auch extrem hilfreiche Spenden.“

Inhaber eines Familienunternehmens spendete FFP3-Masken

Der Inhaber des Familienunternehmens C. Illies & Co., ein Vertriebs- und Projektspezialist für industrielle Maschinen und Anlagen in Asien, spendete wertvolle Spezialmasken. Michael Illies sagt: „In unseren Niederlassungen in China gingen unseren Kollegen im Februar die Atemschutzmasken aus.“ Daher habe das Hamburger Büro einen Vorrat an Masken für die Kollegen in Asien angelegt. Weil die jüngste EU-Verordnung nun den Export von Schutzausrüstungen untersagt, spendet Illies Hamburg über 1000 FFP3-Atemschutzmasken an lokale Fachkräfte im Gesundheitswesen. Mehrere Hundert erhielt das St. Adolf-Stift.

Die Masken haben ein Ventil, sind für das Filtern von Luft in Extremsituationen gedacht, etwa beim Intubieren von Patienten, Bronchoskopien oder der Mundpflege von Covid-19-Patienten. Prof. Jäckle bedankt sich: „Die Spende ist eine riesige Hilfe zum Schutz unseres Personals, da wir selbst nur noch wenige FFP3-Masken im Lager hatten. Nun sind wir für die nächsten Wochen gerüstet.“

Privatperson schenkte Klinik medizinische Schutzoveralls

Jemand, der gerade von früh morgens bis spät abends nichts anderes macht, als Materialien zu organisieren, ist Einkaufsleiter Dirk Hamester: „Nachdem im März bereits angekündigte Ware nicht zuverlässig im Krankenhaus ankam, ist die Lage grundsätzlich zwar besser geworden, weil wir auch viel mehr Firmen anfragen.“ Aber bei unbekannten Unternehmen, sei es schwierig, Seriosität und Qualität der Ware abzuschätzen. Desto mehr freut sich der Medizintechnische Kaufmann über eine Spende von 100 weißen Overalls von einer Privatperson: „Selbst normale Schutzkittel sind schwierig zu bekommen, da sind medizinische Schutzoveralls mit Kapuze, die den maximalen Infektionsschutz zum Beispiel für Mitarbeiter auf der Intensivstation bieten, eine tolle Spende.“ Für süße Grüße an die Mitarbeiter dankt das Krankenhaus der Schweizer Schokoladenfirma Läderach, der Darlehnskasse Münster, die sich mit dem Süßigkeitenhersteller Katjes für eine Spende zusammengetan hat, sowie dem benachbarten Hotel- und Restaurant Waldhaus. Dessen Mitarbeiter haben 70 Tütchen liebevoll gepackt.

Das St. Adolf-Stift dankt auch den rund zwei Dutzend „tapferen Schneiderlein“, wie sich die Unterstützergruppe selbst nennt. „Unsere Ordensschwestern, Mitarbeiter und ihre Freunde haben bereits mehr als 400 textile Masken als Schutzmaßnahmen für unsere Verwaltung und unsere Handwerker genäht“, sagt Geschäftsführer Björn Pestinger. Bereits Ende März schenkte die Firma Invero em dem St. Adolf-Stift 150 selbst genähte Stoffmasken.

( st )

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