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Reinbekerin hat Buch über heimische Bäume geschrieben

| Lesedauer: 3 Minuten
Kathrin Blum kennt sich mit  mit Kräutern und Bäumen aus.

Kathrin Blum kennt sich mit mit Kräutern und Bäumen aus.

Foto: ann-Kathrin schweers

Kathrin Blum bringt den Leserinnen und Lesern in ihrem Erstlingswerk „Der Baumsammler“ das Grün vor der eigenen Tür näher.

Reinbek. Der Frühling ist da, überall fängt es an zu blühen, zarte Knospen sprießen an den Bäumen. Ein schönes Naturschauspiel, das gerade in Zeiten von Isolation und Coronapandemie helfen kann, Kraft zu tanken – das weiß Kathrin Blum (46) und bringt dem Leser in ihrem Erstling „Der Baumsammler“ das Grün vor der Tür näher. Auf 191 Seiten, liebevoll illustriert, und mit Platz für Notizen, finden sich Porträts und Steckbriefe von 24 Bäumen. Die Autorin nimmt den Leser mit hinaus auf die Straße, wo Linden und Platanen wachsen, mit in den Wald zu den Buchen und Eichen sowie zu den Kiefern und Fichten in den Bergen. Wo haben die Pflanzen, die bei uns wachsen, ihren Ursprung? Welche Bedeutung haben sie für Mensch, Tier und Umwelt? Kathrin Blum befasst sich mit ihrer Kulturgeschichte, ihren Sagen und dem Aberglauben dazu.

Der Holunder sei eine „lebendige Hausapotheke“

Raum für Notizen und zum Einkleben von Blättern laden ein, die Natur selbst bei einem Spaziergang zu erfahren. Das kann helfen, herunterzukommen – „eine Achtsamkeitsübung“, sagt die Reinbekerin. „Meine Hoffnung ist, dass die Menschen die Bäume vor ihrer Haustür wieder für sich entdecken“, sagt sie. Aufmerksame Leser werden erkennen, dass die Autorin sich immer wieder auf Bäume bezieht, die bei ihr zu Hause in Reinbek wachsen. „Wer die Bäume kennt, wird dies herauslesen“, sagt sie und denkt an die „schöne Eiche“, die seit mehr als 300 Jahren „majestätisch“ am Wegesrand im Billtal steht.

Seitdem Blum vor drei Jahren eine Ausbildung zur Wildnispädagogin abschloss, befasst sie sich intensiv mit den Pflanzen ihrer Wahlheimat, mit Wildkräutern und Blüten. Der Holunder ist für sie eine „lebendige Hausapotheke“. Brennnesseln sind keineswegs Unkraut, sondern „Superfood“. Während ihrer Ausbildung fertigte sie Naturjournale an, die sie auch auf ihrem Blog waldweg.de teilt. Dort begleitet sie ihre Leser durch die Jahreszeiten, gibt Tipps zu essbaren Pflanzen, berichtet über das Spurenlesen, und das natürliche Färben von Wolle. „Der Baumsammler“ beruht auf Naturbeobachtungen und auf eingehender Recherche. Viel Inspiration zum Schreiben boten ausgiebige Spaziergänge mit ihrer Labradorhündin Kaya.

Baumspaziergänge fallen der Corona-Krise zum Opfer

Der Rowohlt-Verlag, bei dem die Literaturwissenschaftlerin jahrelang als Lektorin arbeitete, wurde auf ihren Blog aufmerksam. So erschien „Der Baumsammler“ am 24. März als Teil seiner Reihe „Naturwunder“. Dazu zählen auch „Der Wolkensammler“ von Simon Elson sowie „Der Insektensammler“ von Olaf Fritsche. Bestellt werden kann Blums Debüt für 20 Euro unter rowohlt.de oder bei den Buchhandlungen. Passende Baumspaziergänge müssen wegen der Corona-Epidemie aber ausfallen.

( aksc )

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