Coronavirus

Kreis verschärft Schutz für gefährdete Stormarner

| Lesedauer: 2 Minuten
Sanitäterin Christiane Feddern nimmt im Corona-Testzentrum in Ahrensburg einen Rachenabstrich von Student Torben Steiner (gestellte Szene).

Sanitäterin Christiane Feddern nimmt im Corona-Testzentrum in Ahrensburg einen Rachenabstrich von Student Torben Steiner (gestellte Szene).

Foto: Janina Dietrich

Zahl der Covid-19-Infizierten steigt auf 155. Krankenhäuser und Pflegeheime dürfen nur noch in Ausnahmefällen betreten werden.

Ahrensburg. Der Kreis Stormarn hat die Corona-Regelungen verschärft, um besonders gefährdete Personengruppen wie ältere und kranke Menschen besser zu schützen. Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe dürfen ab sofort nicht mehr betreten werden. Von dem Verbot ausgenommen seien Menschen, die für die pflegerische, therapeutische oder medizinische Versorgung sowie die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich seien.

Schutz besonders gefährdeter Gruppen rücke in Vordergrund

Auch wer eine medizinisch erforderliche Behandlung oder eine stationäre pflegerische Versorgung benötige, werde weiterhin hineingelassen. Lieferanten dürften ihre Waren an einem festgelegten Ort übergeben. Weitere Ausnahmen dürften die Einrichtungen „nur nach strenger Prüfung im Einzelfall zulassen“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Veranstaltungen wie Vorträge und Lesungen seien in den Häusern nicht mehr erlaubt. „Mit dieser Verfügung sichern wir den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Erkrankung besonderen Risiken ausgesetzt sind, den bestmöglichen Schutz zu“, sagt Landrat Henning Görtz. „Das Betretungsverbot ist zwar eine drastische, aber in jedem Fall sinnvolle und notwendige Maßnahme.“

Tests nun hauptsächlich in der zentralen Drive-in-Station in Ahrensburg

Der Schutz besonders gefährdeter Gruppen rücke jetzt immer mehr in den Vordergrund, sagt Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Er appelliert: „Auch auf die Besuche der zu Hause lebenden Senioren sollte jetzt besser verzichtet werden.“ Denn die Zahl der Infizierten steigt in Stormarn immer weiter an. Bis Mittwochnachmittag registrierte der Kreis 155 bestätigte Covid-19-Fälle. Die Tests werden nun hauptsächlich in der zentralen Drive-in-Station in Ahrensburg vorgenommen – nach Terminvergabe. Bis zu 250 Abstriche können dort pro Tag erfolgen. Am ersten Betriebstag waren es laut Kreisverwaltung vier.

Neun Infizierte werden im Reinbeker Krankenhaus behandelt

18 Coronainfizierte aus Stormarn befinden sich derzeit in stationärer Behandlung, 123 in häuslicher Quarantäne. Ein Mann ist an dem Virus gestorben, 13 Patienten gelten als genesen.

Im Reinbeker Krankenhaus St. Adolf-Stift werden derzeit neun Infizierte behandelt. Darunter sind auch zwei Bewohner eines Pflegeheims in Wentorf. Sie befinden sich auf der Isolierstation. „Ihr Zustand ist den Umständen entsprechend stabil“, sagt Kliniksprecherin Andrea Schulz-Colberg auf Anfrage. Ein Patient liegt weiterhin auf der Intensivstation und wird beatmet.

( jjd )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn