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Corona: Ärztin des Reinbeker Krankenhauses infiziert

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Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2 (Symbolfoto).

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Virus SARS-CoV-2 (Symbolfoto).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Stationsärztin des St. Adolf-Stift in Quarantäne. Kollegen und Patienten, mit denen sie Kontakt hatte, wurden getestet.

Reinbek. Am Montag hat sich die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Stormarn auf 60 erhöht. Dazu gehört auch eine Stationsärztin des Krankenhauses St. Adolf-Stift. Das bestätigte Kliniksprecherin Andrea Schulz-Colberg. Die 50 Jahre alte Ärztin befinde sich in häuslicher Quarantäne. „Sie war nicht in einem Risikogebiet und hatte keinen Kontakt zu Corona-Patienten“, so Schulz-Colberg. Die Klinik hatte prophylaktisch alle Mitarbeiter testen lassen, die Erkältungssymptome aufwiesen. Aus Sicherheitsgründen würden nun alle Patienten getestet, mit denen die Ärztin Kontakt hatte.

Drei infizierte Männer und drei Frauen im Reinbeker Klinik

Das St. Adolf-Stift hat inzwischen sechs Personen stationär aufgenommen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Schulz-Colberg: „Es sind drei Männer und drei Frauen im Alter zwischen 31 und 90 Jahren.“ Ihr Zustand sei durchweg stabil, weshalb sie nicht auf der Intensivstation liegen. Eine erhebliche Lungenerkrankung liege in keinem Fall vor. Es würden vor allem fiebersenkende Medikamente verabreicht, ein Patient bekomme eine „höhere Sauerstoff-Konzentration.“ Die derzeit zwei Isolierstationen im Adolf-Stift haben 29 Betten in 18 Zimmern.

Ahrensburg und Bargteheide kontrollieren das Kontaktverbot

Unterdessen haben die Städte Ahrensburg und Bargteheide zusätzliche Sicherheitsdienste beauftragt, um die Ordnungsämter bei den Kontrollen des am Montag noch einmal verschärften Kontaktverbots – jetzt dürfen nur noch zwei Personen gemeinsam unterwegs sein – zu unterstützen. „Ziel ist es, die Kontrollen der Polizei auf Schulhöfen sowie Sport- und Spielplätzen zu unterstützen“, so Bargteheides Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Bereits in der Vorwoche hatten Mitarbeiter der Sicherheitsfirma die Lage vor dem Rathaus überwacht. Jetzt stünden Aufklärung und Information an erster Stelle. „Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, müssen soziale Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden“, so Kruse-Gobrecht. Verstöße könnten nicht geduldet werden.

(Anm.: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir berichtet, dass alle Mitarbeiter der Reinbeker Klinik routinemäßig getestet wurden. Diesen Fehler haben wir korrigiert.)

( luka/stri )

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