Coronavirus

Polizei bittet Stormarner: Gang zur Wache möglichst meiden

 Ein Streifenwagen der Polizei (Symbolfoto).

Ein Streifenwagen der Polizei (Symbolfoto).

Foto: Carsten Rehder / dpa

Bürgerinnen und Bürger sollen ab sofort nur noch online Anzeigen erstatten. Kontaktaufnahme weiterhin auch telefonisch möglich.

Ratzeburg. Die Polizei in Schleswig-Holstein fordert die Bürger auf, zur weiteren Reduzierung des Corona-Infektionsrisikos keine Dienststellen mehr aufzusuchen. „Für die Erstattung von Anzeigen bitten wir, die Online-Wache der Landespolizei zu nutzen“, sagt San-dra Kilian von der Polizeidirektion Ratzeburg. Diese sei rund um die Uhr unter www.schleswig-holstein.de/onlinewache erreichbar. Nur in dringenden Fällen oder mangels Online-Zugang sei ein persönlicher Besuch auf der Wache möglich. Ein Aushang an jedem Dienststelleneingang im Kreis verweist mit QR-Code darauf. Telefonisch sind die Polizeiwachen weiterhin jederzeit erreichbar.

Besondere Schutzkleidung trägt die Polizei noch nicht

Bislang verhielten sich die Bürger bezüglich der allgemeinen Schutzmaßnahmen einsichtig und kooperativ, so die Pressestelle der Landespolizei. Vereinzelt würden der Polizei Verstöße gegen die Auflagen, zum Beispiel durch geöffnete Gaststätten oder die Nutzung von Spielplätzen, gemeldet. Doch besondere Vorkommnisse habe es bislang nicht gegeben. Bislang würden auch keine besonderen Kontrollstellen eingerichtet. Die Polizei setze auf die Vernunft der Bürger und appelliere, die bekannten Verhaltensregeln zur Vermeidung und Ausbreitung einer Corona-Infektion ernst zu nehmen und einzuhalten.

Besondere Schutzkleidung trägt die Polizei indes noch nicht im Dienst. „Jeder Dienstwagen führt ein Infekt-Set bei sich, das eine FFP3-Schutzmaske, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel enthält“, so Kilian. Die Schutzkleidung werde angelegt, wenn Einsatzkräfte mit infizierten oder vermeintlich infizierten Personen in Kontakt kommen. Doch in der Regel bekämen die Polizeibeamten zu Erkrankungen vorab keine Informationen. „Wer infiziert ist, weiß nur das Gesundheitsamt. Und das leitet diese Information aus Datenschutzgründen nicht an uns weiter.“