Coronavirus

Amtsgericht in Ahrensburg schiebt einige Prozesse auf

Die Fassade des Ahrensburger Amtsgerichts

Die Fassade des Ahrensburger Amtsgerichts

Foto: Nadine Beck

Auch die Justiz reagiert auf das Coronavirus. Einige Fälle werden zurückgestellt, andere bis auf Weiteres verhandelt.

Ahrensburg/Reinbek/Lübeck.  Noch gering sind die öffentlichen Auswirkungen des Coronavirus bei den für Stormarn zuständigen Gerichten, also den Amtsgerichten Ahrensburg und Reinbek sowie dem Landgericht Lübeck. Dort wurden die bislang terminierten Prozesse nicht generell abgesagt. Allerdings reagiert auch die Justiz auf die Lage: „Fälle, die nicht so wichtig und eilig sind, werden zugunsten anderer Verfahren zurückgestellt“, sagt Michael Burmeister, Direktor des Ahrensburger Amtsgerichts.

Ähnliche Maßnahmen am Lübecker Landgericht

Im Einzelfall können Verhandlungen verschoben werden, wenn Prozessbeteiligte vom Virus betroffen seien oder sich in Risikogebieten aufgehalten hätten. „Das entscheidet der jeweils zuständige Richter“, so Burmeister. Im Übrigen gelten auch bei Gericht die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. So werden etwa am Eingang die Besucher mit Hinweisschildern darum gebeten, auf den Händedruck zur Begrüßung zu verzichten.

Ähnliche Maßnahmen gibt es auch am Lübecker Landgericht. Dort sind – wie bei allen Justizbehörden des Landes – die Fortbildungen der Beschäftigten ausgesetzt worden, um Reisen und Kontakte zu reduzieren. Die dortigen Prozesse sollen bis auf Weiteres verhandelt werden. „Die Justiz ist in einem Spannungsfeld zwischen dem nötigen Gesundheitsschutz einerseits und den vorgeschriebenen Verfahrensfristen andererseits“, sagt Stephan Bahlmann, Sprecher des Landgerichts, „zwischen beiden muss sie abwägen.“

( cit )

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