Reform

Oldesloer Eltern starten Petition zur Kita-Finanzierung

Kinder in einer Kita sitzen im Kreis (Symbolfoto).

Kinder in einer Kita sitzen im Kreis (Symbolfoto).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Initiatoren befürchten, dass das im August in Kraft tretende neue Gesetz zu Gruppenschließungen führt. Bereits 300 Unterschriften.

Bad Oldesloe.  Das „Gute Kita-Gesetz“ der Bundesregierung, das am 1. August in Kraft tritt, ist für Kindertagesstätten möglicherweise alles andere als gut: Oldesloer Einrichtungen und Elternverbände befürchten für die Übergangsphase, dass Personal nicht mehr bezahlt werden kann und Gruppen geschlossen werden müssen. Elternvertreter der Kita Stoppelhopser am Steinfelder Redder haben jetzt eine Online-Petition gestartet, die bereits von rund 300 Menschen unterzeichnet wurde.

Gruppen dürfen künftig maximal 22 Kinder haben

Claudia Dieck aus Bad Oldesloe hat die Unterschriftenaktion initiiert. „Wir wurden schon über anstehende Gruppenschließungen informiert. Das wollen wir nicht akzeptieren“, sagt sie. Mit dem neuen Gesetz könnten direkte Förderungen an Kitas, die das Standard-Qualitäts-Kostenmodell (SQKM) nicht erfüllen, sofort eingestellt werden.

Gruppen dürfen künftig maximal 22 Kinder haben und müssen von zwei Fachkräften betreut werden, die keine anderen Aufgaben übernehmen. „Wenn zwei Fachkräfte verpflichtend sind, die nur mit den Kindern und nicht mit Supervision oder Elterngesprächen beschäftigt sein dürften, werden Überstunden und Schließungen eher steigen“, sagte Carsten Geyer, Geschäftsführer der Kita Stoppelhopser, im Oldesloer Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss.

Stadt soll bei Finanzierungslücken einspringen

Es drohe ein Domino-Effekt: Wenn eine Kita nach SQKM zu wenig Personal beschäftigt, gibt es weniger Geld. Das wiederum könnte noch weniger Personal zur Folge haben. Kita-Träger befürchten außerdem, dass Angestellte wegen der Unsicherheit kündigen.

Eltern fordern in der Petition, dass die Stadt bei Finanzierungslücken einspringt. Im nächsten Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss am 6. Mai geht es voraussichtlich erneut ums Thema.

( fif )

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