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Oldesloer Politik streitet über Schulsozialarbeit-Stellen

Viele Schüler leiden unter Mobbing-Attacken im Internet (Symbolfoto).

Viele Schüler leiden unter Mobbing-Attacken im Internet (Symbolfoto).

Foto: Stephan Jansen / dpa

An Bildungsinstitutionen in der Kreisstadt fehlen Ansprechpartner für Schüler, die mit Problemen konfrontiert sind.

Bad Oldesloe. Mobbing, Liebeskummer, Streit mit Mitschülern: Kinder und Jugendliche sind in ihrer Schulzeit mit vielen Problemen konfrontiert. Doch an Oldesloer Schulen fehlen Ansprechpartner. Jetzt fordert der Kinder- und Jugendbeirat, dass die Politik zwei Stellen in der Schulsozialarbeit schafft.

Jahresbericht bestätigt den Personalmangel

Der Bedarf ist groß, wie Beiratsmitglied Lenard Hamelberg sagt: „Die Schulsozialarbeiter haben häufig nicht die Möglichkeit, sich mit dem Problem eines Schülers ausführlicher auseinanderzusetzen.“ Dafür fehle es an Zeit. Konkret geht es um jeweils eine Vollzeitstelle für die Theodor-Mommsen-Schule und die Ida-Ehre-Schule. Aus Kostengründen war die Stärkung der Schulsozialarbeit 2019 mehrheitlich abgelehnt worden.

Der Jahresbericht der Schulsozialarbeit vom Januar dieses Jahres bestätigt den Mangel. Dem Papier war auch zu entnehmen, dass viele Schüler psychische Probleme haben. Hier sieht die CDU den schulpsychologischen Dienst des Landes in der Verantwortung. „Der Bürgermeister soll sich an die Bildungsministerin mit der Bitte wenden, die Zahl der Schulpsychologen im Kreis Stormarn und somit für Bad Oldesloe kurzfristig zu erhöhen“, sagt Frank Brinker (CDU). Seine Partei will im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss (4. März, 19 Uhr, Stadthaus, Saal 2.09) einen Antrag zur Beratung stellen, der keine Erhöhung der Stellen vorsieht. Stattdessen sollen sich die vorhandenen Sozialarbeiter auf die Schulen konzentrieren und keine anderen Aufgaben wahrnehmen. Auch die FDP lehnt neues Personal auf Kosten der Stadt ab. SPD und Grüne stimmen dafür, kritisieren die Kostendiskussion. Dagmar Danke-Bayer (Grüne): „Wir haben bisher nur über Kosten gesprochen, nicht über die Notwendigkeit – und die ist nun einmal da.“

( fif )

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