Bericht

Immobilienpreise und Mieten steigen in Stormarn weiter an

Die Immobilienpreise im Kreis steigen an (Symbolbild).

Die Immobilienpreise im Kreis steigen an (Symbolbild).

Foto: Florian Schuh / dpa

Gutachterausschuss stellt neuen Bericht vor. Eigentumswohnungen sind in Ahrensburg und Großhansdorf am teuersten. Ladenmieten gesunken.

Ahrensburg. Die Preise für Immobilien in Stormarn werden immer teurer. Das geht aus dem neuen Grundstücksmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss des Kreises jetzt vorgestellt hat. Darin werden unter anderem die Verkäufe von bebauten und unbebauten Einfamilien-, Doppelhaus-, Reihenhaus- und Gewerbegrundstücken analysiert.

Neubauwohnungen in Großhansdorf am teuersten

Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen sind demnach seit 2010 in allen Städten Stormarns stark gestiegen. Bezogen auf eine 70-Quadratmeter-Wohnung lag der durchschnittliche Preis in Ahrensburg im vergangenen Jahr bei 3200 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: 2010 betrug er laut Gutachterausschuss noch 1740 Euro, 2015 waren es 1940 Euro. In Bad Oldesloe stieg der Preis von durchschnittlich 1180 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2010 auf 1480 Euro (2015) und nun 2250 Euro (2019). Eine ähnliche Entwicklung verzeichnen die Experten in Glinde – dort ging es von 1210 Euro (2010) über 1650 Euro (2015) bis auf 2220 Euro im Jahr 2019.

In Bargteheide und Reinbek haben die Experten einen aktuellen Durchschnittspreis von 2500 Euro pro Quadratmeter ausgewertet. „In älteren großen Wohnanlagen liegen die Kaufpreise um bis zu 40 Prozent unter den genannten Durchschnittspreisen“, heißt es im Bericht. Neubauwohnungen waren in Großhansdorf mit durchschnittlich 4340 Euro pro Quadratmeter am teuersten, gefolgt von Ahrensburg (4270 Euro) und Reinbek (4230 Euro). Die Zahl der Grundstücksverkäufe ist seit 2010 um knapp 30 Prozent gesunken, von damals 1951 auf 1386 im Jahr 2019.

Auch Pachten für Ackerland werden in Stormarn teurer

Die Wohnungsmieten sind laut Ausschuss seit 2010 um fast 30 Prozent gestiegen – in Ahrensburg beispielsweise von 7,70 Euro auf zehn Euro pro Quadratmeter. Dicht dahinter folgen Bargteheide und Reinbek mit aktuell je 9,50 Euro pro Quadratmeter, ebenfalls bezogen auf 70-Quadratmeter-Wohnungen. In Trittau und Glinde werden demnach im Durchschnitt neun Euro pro Quadratmeter verlangt, in Reinfeld und Bad Oldesloe ist es mit 8,50 Euro im Vergleich am günstigsten.

Die Pachten für Ackerland sind in Stormarn seit 2011 um mehr als 30 Prozent gestiegen – und zwar von 300 bis 480 Euro pro Jahr und Hektar auf nun 350 bis 700 Euro.

Gesamter Bericht im Internet verfügbar

Günstiger sind die Ladenmieten geworden. In Zentrumslagen sanken sind entgegen des allgemeinen Trends von 2013 bis 2019 um etwa fünf Prozent. Die Werte beziehen sich laut Ausschuss auf etwa 100 Quadratmeter große Flächen im Erdgeschoss für Geschäfte und Restaurants. Am teuersten ist es demnach in Ahrensburg mit einer Mietspanne von 8,50 bis 25 Euro pro Quadratmeter. In Bad Oldesloe werden 7,50 bis 15 Euro verlangt, in Bargteheide 8,50 bis 15 Euro, in Glinde 7 bis 12,50 Euro und in Reinbek 7 bis 12 Euro. „Für besonders kleine Ladenflächen liegen die Nettokaltmieten auch höher“, heißt es in dem Bericht.

Zwangsversteigerungen gibt es in Stormarn kaum noch. 2019 registrierte der Ausschuss drei Fälle. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 38 gewesen.

Der gesamte 40-seitige Grundstücksmarktbericht ist kostenfrei auf der Internetseite des Kreises Stormarn unter www.kreis-stormarn.de abrufbar und kann gegen eine Gebühr von 40 Euro als Broschüre per Mail an k.teegen@kreis-stormarn.de bestellt werden.