Stormarn
Kultur

Plattdeutsch-Theater spielt Klassiker in Oststeinbek

Zwist unter Hausbewohnern: Ob Hanne Knoop (Mica Peters, l.) wohl mit dem Feudel gegen die tyrannische Meta Boldt vorgeht?

Zwist unter Hausbewohnern: Ob Hanne Knoop (Mica Peters, l.) wohl mit dem Feudel gegen die tyrannische Meta Boldt vorgeht?

Foto: Elvira Nickmann

Zum 60-jährigen Bestehen führt die Laienspielgruppe die Komödie „Sluderkraam in’t Treppenhuus“ auf.

Oststeinbek.  Zum 60-jährigen Bestehen führt die Laienspielgruppe Oststeinbek den bekannten original plattdeutschen Klassiker „Sluderkraam in’t Treppenhuus“ auf. Durch die Fernsehaufzeichnung einer Inszenierung des Hamburger Ohnsorg-Theaters erlangte das Stück weit über Norddeutschland hinaus Bekanntheit.

Das Ensemble probt seit Anfang Januar

Die Premiere ist für Sonnabend, 21. März (18 Uhr), im Bürgersaal geplant. Weitere neun Aufführungen sollen folgen. Bei der Inszenierung führt mit Stephanie Höper und Wiebke Steinfatt ein Damen-Duo Regie, und das zum ersten Mal in dieser Konstellation. Das Stück selbst ist eine Wiederaufnahme. Höper sagt: „Die Laienspielgruppe hat es schon einmal 2010 auf die Bühne gebracht.“ Da sich der Vorstand einig gewesen sei, dass zum Jubiläum nur ein Klassiker infrage komme, sei die Wahl auf diese beliebte Komödie gefallen.

Das Ensemble probt seit Anfang Januar. Bis zu 22 Übungseinheiten sind angesetzt, dann muss alles sitzen. Da mag es von Vorteil sein, dass zumindest die Besetzung der Hauptrolle dieselbe ist wie 2010. Gitti Wegner macht in der Rolle der neugierigen und streitsüchtigen Meta Boldt den anderen Mietshausbewohnern mit sichtlichem Spaß das Leben schwer. Ihr Reich ist das Treppenhaus. Von dort aus streut sie Gerüchte, verfolgt das Kommen und Gehen der Nachbarn und spioniert ihnen hinterher.

Kartenvorverkauf beginnt an diesem Sonnabend

„Das Stück ist zwar ein bisschen an die Inszenierung des Ohnsorg-Theaters angelehnt, wir spielen es aber auf unsere eigene Art“, sagt Höper. Es lebe von den verschiedenen Persönlichkeiten und deren Zusammenspiel. „Ich finde alle acht Darsteller von ihrer Art her witzig, und sie passen auch gut in ihre Rollen“, so die Regisseurin. Und weiter: „Jeder kennt die Situation: In jedem Mietshaus oder der Nachbarschaft gibt es doch so eine Tratschtante.“

Während so ein Charakter in der Realität für Zwietracht und Ärger steht, sorgt er auf der Bühne vor allem für Amüsement bei den Zuschauern. Das entspricht dem Ziel, das die Laienspielgruppe mit der Aufführung verfolgt. Höper: „Das ist eine Komödie, welche die Bezeichnung auch wirklich verdient hat.“ „Sluderkraam in’t Treppenhuus“ sei kurzweilig und biete dem Publikum zweieinhalb Stunden gute Unterhaltung sowie jede Menge Gelegenheit für befreiendes Lachen. Einen Vorgeschmack darauf bekomme das Ensemble schon bei den Proben, die sehr viel Spaß machten, so Höper.

Ob der Heiterkeitsfunke auch aufs Publikum überspringt, wird sich bei den Vorstellungen zeigen. Der Kartenvorverkauf beginnt an diesem Sonnabend.

Theater: Sa/So 21./22.3., 28./29.3., 4./5.4., 18./19.4., 25.4./26.4., Sa jeweils 18.00 (außer 25.4.: 16.00), So 17.00, Bürgersaal im Kratzmannschen Hof, Möllner Landstraße 22, Karte 10,–, Vvk.: Sa/So 15./16.2., 10.00–14.00, Kratzmannscher Hof; Di 18.2., 13.00–16.00, Hamburger Sparkasse in Hamburg-Billstedt, Möllner Landstraße 265; danach im Gasthaus Pampilo, Möllner Landstraße 22, und an der Abendkasse