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Reinbeker können jetzt Ärgernisse im Internet melden

Auf der Homepage der Stadt Reinbek steht der Mängelmelder unter „Bürgerservice“.

Auf der Homepage der Stadt Reinbek steht der Mängelmelder unter „Bürgerservice“.

Foto: Susanne Tamm

Bürger haben die Möglichkeit, sich online oder per App zu beschweren. Fälle landen direkt bei der Verwaltung.

Reinbek. Es sind Kleinigkeiten, die den Bürgern das Leben schwer machen. Manchmal gehen sie ihnen einfach nur auf die Nerven, in anderen Fällen können sie auch mal gefährlich werden. Ob eine illegale Müllkippe, ein defektes Klettergerüst auf dem Spielplatz oder eine ausgefallene Straßenlaterne in einer dunklen Ecke – alles, was den Reinbekern unangenehm auffällt oder was sie kritisieren möchten, können sie jetzt ohne viel Aufwand digital melden. Dafür hat die Verwaltung nun den Online-Mängelmelder gestartet.

„Noch sind wir in der Testphase“, sagt Jan Behrenbruch, im Rathaus zuständig für Strategie und Entwicklung. „Toll, dass einige Bürger den Mängelmelder schon entdeckt haben und erste Mängel eingetragen haben – dabei ist er noch gar nicht leicht zu finden.“ Die Verwaltung hat das digitale Werkzeug – das aktuell unter der Rubrik „Bürgerservice“ auf der Reinbek-Homepage steht – zuerst intern erprobt, jetzt folgt der „Soft Release“. Noch im Entwicklungsstadium, wird der Mängelmelder schon für die Nutzer freigegeben, um ihn weiter zu verbessern. „Wir planen beispielsweise noch Updates für das Design: So wollen wir noch die Farben an die unserer Website anpassen und Kategorien ändern.“

Bereits vier Hinweise eingegangen

In den ersten beiden Tagen gingen bereits vier Hinweise ein. Eine Anwohnerin hat etwa in der Kategorie „Schild“ den Standort eines „Durchfahrt-verboten-Schildes“ am Ende der Einbahnstraße Steinburger Straße moniert. Denn das Verkehrsschild ist zu spät, erst nach dem Rechtsabbiegen aus der Segeberger Straße in verkehrter Richtung, zu erkennen.

Nachdem die Bürgerin den passenden Button „Schild“ angeklickt hatte, öffnete sich ein interaktiver Stadtplan, auf dem sie den Standort ausgewählt hat. Zum Schluss füllte sie ein kurzes Formular für eine Antwort oder mögliche Nachfragen aus. „Der Hinweis landet direkt bei der richtigen Abteilung der Verwaltung“, erläutert Jan Behrenbruch. „Der nächste Kollege, der Zeit hat, greift sich den Auftrag und bearbeitet ihn.“ Dies werde dem Hinweisgeber auch mitgeteilt: per E-Mail oder, wenn er die passende Mängelmelder-App aufs Handy geladen hat, auf direktem Weg.

Auch intern ein besserer Überblick

„Der Vorteil dieses Systems ist nicht nur die größere Transparenz, sondern auch, dass wir intern einen besseren Überblick auf laufende Anfragen haben“, erklärt Behrenbruch. „Wir sehen gleich, welche Anfragen sind bearbeitet, welche noch offen. Außerdem reduzieren wir so unsere interne Post.“ Das System namens „Meldoo“ stammt von der Braunschweiger Firma Lenact, wurde für die Reinbeker Verwaltung angepasst.

Gute Erfahrungen hat auch die Gemeinde Wentorf mit ihrem Mängelmelder gemacht, sagt Bürgermeister Dirk Petersen. Ähnlich wie in Reinbek können die Anwohner die Gemeindeverwaltung unter verschiedenen Kategorien auf Schlaglöcher und illegale Müllkippen aufmerksam machen. „Mit dem Relaunch unserer Internetseite haben wir den Mängelmelder im November 2018 gestartet“, sagt Petersen. Mit seinem Amtsantritt wollte der Bürgermeister „Nähe zur Bevölkerung schaffen“. Der Wentorfer Mängelmelder ist online unter www.wentorf.de/interaktiv/maengelmelder aufrufbar.