Gastauftritt

„Die Schöne und das Biest“ als Musical in Ahrensburg

Szene aus der Inszenierung des Theaters Liberi von „Die Schöne und das Biest“ mit Belle (Anastasia Ivanova, r.) und dem Biest (Robert Steffen, l.).

Szene aus der Inszenierung des Theaters Liberi von „Die Schöne und das Biest“ mit Belle (Anastasia Ivanova, r.) und dem Biest (Robert Steffen, l.).

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Tourneetheater Liberi aus Bochum bringt den Stoff als märchenhaftes Stück mit Gesang und Tanz auf die Bühne des Alfred-Rust-Saals.

Ahrensburg.  Das Theater Liberi inszeniert „Die Schöne und das Biest“ als märchenhaftes Musical mit prächtigen Kostümen für die ganze Familie in Ahrensburg. Am Freitag, 14. Februar, ist das Ensemble des Tourneetheaters aus Bochum zu Gast im Alfred-Rust-Saal.

Die bekannte Geschichte handelt von der jüngsten Tochter eines armen Kaufmanns, der eine Rose für sie im Schlossgarten gepflückt hat. Doch der mit einem Fluch belegte Schlossherr, das Biest, fordert einen hohen Preis für den Frevel: Der Kaufmann soll den Rest seines Lebens als Gefangener im Schloss verbringen. Beherzt macht sich das Mädchen Belle auf den Weg zum Schloss, um sich als Ersatz für seinen Vater anzubieten. Selbst das fürchterliche Äußere des Biests und die verzauberten Schlossbewohner können es nicht von seinem Plan abbringen. Ob es Belle gelingt, hinter das Geheimnis des Schlosses zu gelangen?

Stück thematisiert Werte wie Freundschaft und Toleranz

Das Winterhalbjahr ist die Spielzeit des Tourneetheaters Liberi. Von Oktober bis April ist es mit vier verschiedenen Musicalproduktionen in Deutschland, Österreich und Luxemburg unterwegs. Autor Helge Fedder hat den bekannten Stoff textlich für die moderne Produktion aufbereitet und so gestaltet, dass er für Kinder ab vier Jahren gut verständlich ist. Er sagt: „Es ist wichtig, Figuren zu schaffen, die so echt sind, dass sich die Kinder darin wiederfinden – auch mit ihren Problemen aus dem Alltag.“

Das Stück thematisiere grundlegende Werte wie Selbstvertrauen, Freundschaft, Toleranz und Mut. „Natürlich gibt es auch bei uns zauberhafte Elemente“, sagt der Autor, wie die fantasievolle Welt, in der sich die Darsteller bewegten. „Aber das Leben bestimmen immer noch die Figuren selbst.“ Vladislav Weis ist einer der Darsteller, die in die Rolle des Biests schlüpfen. Die Frage, ob er lieber das Biest oder den Prinzen spielt, beantwortet er so: „Ich glaube, am liebsten bin ich ein liebes Biest.“ Das sei eine spannende Mischung, in der tierisches Verhalten noch vorhanden sei, aber sich das Biest bereits bemühe, netter zu sein.

Autor: „Kinder sind ein anspruchsvolles Publikum“

Das Bühnenbild unterscheide sich von dem anderer Produktionen dadurch, dass das Schloss mysteriös, aber nicht furchteinflößend sei. Es gebe auch viele witzige Szenen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Lachen brächten. Für Abwechslung und Unterhaltung sorgten auch die Musik und aufwendigen Choreografien.

Die Musik beschreibt Helge Fedder als „ohrwurmtauglich, aber nicht seicht“. Kinder seien ein anspruchsvolles Publikum, dem mehr geboten werden müsse als platte Witze und eine oberflächliche Show. Zum Ziel der Aufführung sagt der Autor: „Am Ende ist mir eines wichtig: Die Zuschauer sollen mit einem guten Gefühl aus dem Saal gehen.“