Diebstahlschutz

Reinbek visiert Herbst als Baustart für Fahrradgaragen an

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Reinbek will eine Fahrradsammelschließanlage für den Bahnhof anschaffen.

Reinbek will eine Fahrradsammelschließanlage für den Bahnhof anschaffen.

Foto: NAH.SH / Stadtverwaltung Reinbek

Am S-Bahnhof entstehen knapp 50 abschließbare und wetterfeste Stellplätze. Maßnahme soll Diebstähle verhindern.

Reinbek. Viele Radfahrer in Reinbek warten sehnlichst auf die geplanten Fahrradgaragen am S-Bahnhof. Denn bei den dort immer wieder zu verzeichnenden Diebstählen will keiner sein wertvolles Rad, E-Bike oder Pedelec dort frei zugänglich abstellen. In den vergangenen Jahren wurden jeweils 100 bis 170 Taten bei der Polizei angezeigt. Die hinter der Ladenzeile am Bahnhof verborgenen Fahrradstellplätze sind weder vom Gleis noch von der Straße einsehbar.

Kosten belaufen sich auf 255.000 Euro

Die Stadt Reinbek sowie die Gemeinden Aumühle und Wohltorf wollen abschließbare und wettergeschützte Sammelanlagen an ihren S-Bahnhöfen errichten. Doch diese Fahrradgaragen lassen noch auf sich warten. Bisher gibt es keinen Termin, doch die Stadt visiert den Baustart jetzt im Herbst an.

„Aktuell schließen wir gerade die Planungen ab“, sagt Reinbeks Bauamtsleiter Sven Noetzel. „Die brauchen wir, um das EU-Fördergeld beantragen zu können. Dazu müssen wir beispielsweise prüfen lassen, ob unter dem Bahnhof vielleicht noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.“

Reinbeks Anteil von rund 35.000 Euro steht bereits im Haushalt. Die Gesamtkosten hatte das Bauamt ursprünglich mit 125.000 Euro veranschlagt. Mittlerweile geht man von 255.000 Euro aus.

Nutzung wird rund um die Uhr möglich sein

Zwei mögliche Standorte bieten sich jeweils links und rechts vom Bahnhofsgebäude an der Sophienstraße an. Aktuell sind zweimal 24 Stellplätze vorgesehen. Der Zugang zu einer solchen Anlage wird digital organisiert. Das heißt, die Radfahrer können sich auf der Online-Plattform www.nah.sh/bikeandride registrieren und erhalten von dort einen individuell generierten PIN-Code für die Anlage. Sie benötigen keinen Schlüssel. „Sollte jemand Schwierigkeiten mit dieser Form der Anmietung haben, helfen wir im Rathaus gern weiter“, sagt Sven Noetzel.

Die Nutzung der Anlage wird unabhängig von Öffnungszeiten rund um die Uhr möglich sein. Die Stadt braucht zudem kein Personal dafür zu beschäftigen, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen. Sie kann die Höhe der Gebühren festsetzen, darf jedoch keine Gewinne erwirtschaften, wenn sie Zuschüsse für den Bau nutzen will. In anderen Orten zahlen die Kunden zwischen 70 Euro (Lüneburg) und 90 Euro (Hamburg–Bergedorf) im Jahr.

( st )

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