Stormarn
Mildes Wetter

Erster Storch in diesem Jahr in Stormarn gesichtet

Dieses Foto zeigt einen der Störche aus Bargfeld-Stegen.

Dieses Foto zeigt einen der Störche aus Bargfeld-Stegen.

Foto: Foto: HA

Bisher wurde der erste Storch im Kreis laut Experten Ende Januar gesehen. Das Tier könnte hier überwintert haben.

Bargfeld-Stegen. Nur wenige Tage ist es her, dass der erste Storch zum Landeanflug auf den Sportplatz in Bargfeld-Stegen angesetzt hat. Ob er tatsächlich bereits Mitte Januar aus dem Süden „heimgekehrt“ ist, konnte aber noch Ansicht von Fachleuten noch nicht abschließend nachgewiesen werden.

Einige Zugvögel überwintern mittlerweile in Stormarn

„Durch den Klimawandel verändert sich auch das Zugverhalten der Vögel“, sagt Andreas Hack, Gebietsbetreuer für Störche beim Naturschutzbund. „Die Winter sind nicht mehr so streng wie früher. Und es gibt in den kalten Monaten mehr zu fressen.“ Der erste Storch sei in Stormarn bisher Ende Januar gesichtet worden, sagt Hack. Mittlerweile gebe es jedoch Zugvögel, darunter auch Kraniche, die den 8000 Kilometer langen Flug nach Afrika gänzlich ausfallen lassen und in Stormarn überwintern.

Zwei dieser Winterstörche lebten zeitweise in Todendorf. In dieser Jahreszeit seien sie nicht standorttreu, sondern vagabundierten bei gutem Wetter durch das Land, sagt Storchenexperte Hack. Aus diesem Grund sei nicht klar, ob der Storch aus Bargfeld-Stegen wirklich so zeitig aus warmen Gefilden zurückgekehrt ist, oder ob er normalerweise einen anderen Standort bevorzugt.

Ein Ring am Fuß verrät die Herkunft des Storches

Derzeit lebt der Storch auf einem der sechs Horste der Familie Timm, die in ihrem Garten in Bargfeld-Stegen ein wahres Storchenparadies eingerichtet hat. Aufschluss über die Herkunft kann ein Ring am Fuß des Tieres geben – dafür müsste die Kennziffer mit dem Fernglas abgelesen und mit den Daten einer Vogelwarte abgeglichen werden. Sorgen um den Vogel müsse sich indessen niemand machen. 2019 sei ein mäusereiches Jahr gewesen, von denen Störche bis heute zehren könnten. Selbst bei Schnee wüssten sich die Tiere zu helfen. Sie fangen Maulwürfe, die ebenfalls auf dem Speiseplan der Störche stehen, aus deren Hügeln.

Weißstörche sind etwa 80 bis 100 Zentimeter groß und haben eine Flügelspannweite von etwa zwei Metern. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß. mej/gmg