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Elterntaxis: So wehrt sich Bad Oldesloe gegen Schul-Staus

Elterntaxis in der Königstraße nahe der Stadtschule in Bad Oldesloe. Auch verstärkte Präsenz der Polizei verbesserte die Situation nicht wirklich.

Elterntaxis in der Königstraße nahe der Stadtschule in Bad Oldesloe. Auch verstärkte Präsenz der Polizei verbesserte die Situation nicht wirklich.

Foto: Finn Fischer

Die Stadt Bad Oldesloe sagt Elterntaxis den Kampf an. So sollen Gefahren für Kinder minimiert werden.

Bad Oldesloe.  Nachdem Eltern im vergangenen Jahr Kritik an der Verkehrssituation vor der Klaus-Groth-Schule (KGS) in Bad Oldesloe geäußert haben, handelt die Stadt und will Parkverbote einrichten. Auch eine sogenannte Kiss-Go-Zone, in der Erwachsene ihre Kinder aussteigen lassen können, ist laut Bürgermeister Jörg Lembke vorstellbar.

Eigentlich befindet sich die Klaus-Groth-Schule im Norden der Stadt in einer ruhigen Wohngegend. Doch in den Morgen- und Mittagsstunden steigt das Verkehrsaufkommen, weil viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und auch abholen. Das sorgt immer wieder für gefährliche Situationen. 2019 hatten Polizei und Ordnungsamt verstärkt Präsenz an der KGS und auch an der Stadtschule in der Oldesloer City gezeigt. Ein nachhaltiger Effekt blieb jedoch aus.

Änderungen sollen im ersten Halbjahr 2020 umgesetzt werden

Jetzt will die Stadt gleich mehrere Änderungen in der Verkehrsführung vornehmen – zunächst nur an der KGS. „In der Königsberger Straße werden wir ein absolutes Halteverbot einrichten“, sagt Lembke. Zusätzlich soll die Breslauer Straße in eine Einbahnstraße umgewidmet werden. Allerdings nicht dauerhaft, sondern nur temporär an den Wochentagen für ein bis zwei Stunden während der Stoßzeiten. „Wir wollen dadurch die Sicherheit in der Straße erhöhen und verhindern, dass Eltern mit ihren Autos die entgegenkommenden Schulbusse behindern“, sagt der Bürgermeister.

Eine weitere Idee könnte die Situation zusätzlich entschärfen. Laut Verwaltung würde sich der etwa 300 Meter vom Schulgelände entfernt liegende Parkplatz am Ehmkenberg und Wendum für eine Kiss-Go-Zone eignen. Dort könnten Eltern ihre Kinder aussteigen lassen. Bei der Umsetzung hat sich die Stadt einen engen Zeitplan gesetzt. Parkverbot in der Königsberger Straße und die Einbahnstraßenregelung in der Breslauer Straße sollen noch im ersten Halbjahr 2020 umgesetzt werden.