Engagement

Reinbeker Jugendliche können sich für einen Beirat bewerben

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Celine Swatosch (16) und Mareen Kern (16) machten 2018 bei dem Projekt „Jugend im Rathaus“ mit.

Celine Swatosch (16) und Mareen Kern (16) machten 2018 bei dem Projekt „Jugend im Rathaus“ mit.

Foto: BGZ

Gremium soll Interessen von jungen Menschen vertreten. Wer zwischen zwölf und 21 Jahren alt ist, kann sich zur Wahl stellen.

Reinbek. Das Durchschnittsalter der Stadtverordneten ist von der Schulzeit weit entfernt. Daher verlieren die Politiker, auch wenn Reinbek viel Geld für seine Familien, in Schulen und Kinderbetreuung investiert, die Interessen der Kinder und Jugendlichen schon mal aus dem Blick. Deshalb soll Reinbeks junge Generation künftig wieder selbst in der Politik mitmischen.

Große Themen seien Umwelt, Klimaschutz und Schule

Die Stadtverordneten haben einstimmig beschlossen, dass es wieder einen Kinder- und Jugendbeirat geben soll. Die Initiative geht von sieben 15- bis 17-Jährigen aus, die von der Politik mehr gehört werden möchten. „Sie haben sich 2019 beim Projekt Jugend im Rathaus gefunden und sich selbst für diese Form der Beteiligung entschieden“, sagt Nina Reißler, Leiterin des Jugendzentrums (JUZ) und Fachkraft für Kinder- und Jugendbeteiligung. Ihre großen Themen seien Umwelt, Klimaschutz und Schule.

Der Beirat, der aus bis zu 15 Jugendlichen bestehen kann, vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen der Stadt Reinbek. Die Mitglieder haben in allen städtischen Gremien Antragsrecht. Gewählt wird in der ersten Märzwoche in verschiedenen Wahllokalen. Diese werden noch zu einem späteren Termin bekanntgegeben.

Stadt sucht nach weiteren Kandidaten

Jetzt sucht die Stadt weitere junge Menschen, die sich für den Beirat zur Wahl stellen möchten – möglich ist dies allen Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 21 Jahren. Sie müssen dafür nicht in Reinbek gemeldet sein, sollten jedoch vor Ort ihren Lebensmittelpunkt etwa durch Schule, Verein oder Ausbildung haben. Interessierte haben bis Dienstag, 4. Februar, die Möglichkeit, für den Beirat zu kandidieren. An den weiterführenden Schulen Reinbeks werden jetzt Faltblätter verteilt, die die Zielgruppe über den Kinder- und Jugendbeirat informiert. Sie liegen auch in den Jugendeinrichtungen, der Bibliothek sowie im Rathaus aus – und sie ist auf der Homepage der Stadt zu finden.

Am Mittwoch, 29. Januar, sind interessierte Jungen und Mädchern ins Jugendzentrum (Schlossstraße 5) eingeladen. Nina Reißler und der Jugendbeauftragte Ulrich Gerwe beantworten von 18 Uhr an ihre Fragen.

( st )

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