Stormarn
Neujahrsempfang

In Glinde erwächst Protest gegen das Ortsmittekonzept

Immer dabei: Wolfgang Longser (l.) und Peter Thomsen.

Immer dabei: Wolfgang Longser (l.) und Peter Thomsen.

Foto: Pia Rabener

Bürgervorsteher Rolf Budde (CDU) empfängt rund 200 Besucher im Bürgerhaus. Ein Thema wird vehement kritisiert.

Glinde. Die Neueröffnung eines Jugendzentrums und der Kindertagesstätte Holstenkamp, eine neue Suppenküche, um der Altersarmut zu begegnen, der Start des neuen Ortsmittekonzeptes und vieles mehr erwartet die Glinder zum Auftakt des neuen Jahrzehntes. Auch die Gründung des Klima- und Umweltausschusses, der noch im Januar seine Arbeit aufnehmen soll, verspricht interessante Veränderungen. „Da kommt schon ein ganz schöner Batzen auf uns zu“, sagte Bürgervorsteher Rolf Budde (CDU) den rund 200 Besuchern des Neujahrsempfangs im Bürgerhaus.

Entschärfung der Fliegerbombe ist ein Thema

Vor dem Eingang verteilte eine Initiative Flyer, in denen das neue Ortsmittekonzept – insbesondere die angekündigte Bebauung der Parkflächen – vehement kritisiert wird. Darauf nahm Bürgermeister Rainhard Zug in seiner Ansprache denn auch sofort Bezug: „Die Ortsmitte wird neu gestaltet, und das wird spannend.“

Neben zahlreichen Danksagungen und der Würdigung engagierter Bürger, nutzten Budde und Zug die Gelegenheit, um besonders Feuerwehr und Polizei für ihren Einsatz bei der Entschärfung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im September 2019 zu danken. Beide Redner bemängelten jedoch auch die fehlende Kooperationsbereitschaft derjenigen Glinder, die immer wieder unerlaubterweise in die Sperrzone eingedrungen seien. „Der Vorgang hat sich dadurch um drei bis vier Stunden verzögert“, sagte Zug.

Für Musik sorgten das Streich- und Blasorchester sowie die Big Band des Gymnasiums Glinde, die mit tosendem Applaus bedacht wurden.