Stormarn
Neujahrsempfang

Bürgervorsteher Kölsch fordert Respekt fürs Ehrenamt

Bürgermeister Björn Warmer (l.) und Bürgervorsteher Christoph Kölsch (r.) verliehen den Bürgerpreis an Bernhild und Roderich Ziehm sowie an Ute Pohlmann (2.v.l.).

Bürgermeister Björn Warmer (l.) und Bürgervorsteher Christoph Kölsch (r.) verliehen den Bürgerpreis an Bernhild und Roderich Ziehm sowie an Ute Pohlmann (2.v.l.).

Foto: Ann-Kathrin Schweers

Bürgerpreis: Flüchtlingshelfer Bernhild und Roderich Ziehm sowie Ute Pohlmann vom DRK wurden im Schloss Reinbek geehrt.

Reinbek. Die erste Ansprache als Bürgervorsteher beim Neujahrsempfang stand für Christoph Kölsch (CDU) unter dem Motto Respekt. Den forderte er für die vielen engagierten Reinbeker in Vereinen und Organisationen ein, wie auch für die Rathausmitarbeiter und seine Kollegen in der Kommunalpolitik. „Wir alle haben in Reinbek richtig angepackt“, resümierte Kölsch 2019. Sei es beim Aufbau der Containerschule nach dem Asbestfund im Schulzentrum Mühlenredder, beim neuen Kunstrasenplatz für die TSV oder bei der Planung für das neue Gerätehaus für die Ortswehr.

Bernhild und Roderich Ziehm koordinierten 150 Helfer

Drei Reinbeker standen im Schloss besonders im Fokus. Bürgervorsteher Kölsch und Bürgermeister Björn Warmer ehrten das Ehepaar Bernhild und Roderich Ziehm sowie Ute Pohlmann mit dem Bürgerpreis. Vergeben wird der er seit 2017. Eine Jury aus Mitgliedern des Ältestenrates entscheidet über die Vergabe. 2018 war Stephanie Steinert die erste, die die Auszeichnung für ihr Engagement im Förderverein der Kita Schönningstedt sowie in der Ansgargemeinde und im Bismarckstift in Reinbek erhielt.

Die Neuschönningstedter Bernhild (69) und Roderich Ziehm (68) wurden für ihren Einsatz in der Flüchtlingsinitiative Reinbek ausgezeichnet. Nachdem die Stadt 2014 um Hilfe zur Bewältigung der aufkommenden Flüchtlingskrise gebeten hatte, erwies sich das Paar schnell als treibende Kraft beim Aufbau einer effizienten Organisation. „Weit mehr als 150 Helfer koordinierten sie zu Hochzeiten“, so Warmer.

Ute Pohlmann für Engagement beim DRK Reinbek geehrt

Roderich Ziehm widmete den Preis allen Mitstreitern in der Flüchtlingsinitiative. Das Ehrenamt sei eine „sinnvolle Aufgabe“, die ihm viel Spaß bereite. Bernhild Ziehm erklärte den Reinbekern, dass es jetzt vor allem darauf ankomme, Patenschaften zu übernehmen. Für die Hilfe bei der Jobsuche ebenso wie beim Ausfüllen von Formularen. Inzwischen habe sich die Flüchtlingsinitiative auf weniger als 30 Aktive verkleinert, weshalb dringend neue Helfer gesucht würden. „Jeden dritten Mittwoch treffen wir uns um 17 Uhr im Raum 111 im Rathaus. Jeder kann mitmachen“, appellierte sie an die Gäste.

Ute Pohlmann (80) wurde für ihr 35-jähriges Engagement beim DRK Reinbek geehrt. Jeden Dienstag ist sie beim Kartenspielen im Rickertsen-Haus dabei und organisiert an sechs Tagen im Jahr Blutspende-Aktionen sowie monatliche Busreisen für Senioren. „Dadurch kenne ich halb Reinbek. Das Ehrenamt hält mich jung“, sagte Ute Pohlmann und bedankte sich bei ihrem Team.