Stormarn
Neujahrsempfang

Bargteheide lässt auch die Jugend mitreden

Drei Generationen: Lissy Demant, Fabian (6) und Rainer Finke   

Drei Generationen: Lissy Demant, Fabian (6) und Rainer Finke   

Foto: Melissa Jahn

Bürgermeisterin schaut beim Neujahrsempfang auf 2019 zurück. In Zukunft habe in der Stadt der Umweltschutz einen hohen Stellenwert.

Bargteheide.  Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind die drei Eckpfeiler des Bargteheider Neujahrsempfangs. Der Ort mit seinen 16.000 Einwohnern kann jetzt auf 50 Jahre Stadtrecht zurückblicken. Für Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht hat 2019 die Stadt ein großes Stück vorangebracht – aber auch die Grenzen des Machbaren aufgezeigt.

Politik und Verwaltung bewegten sich in diesem Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie müssen in diesem Jahr über 28 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen in zweistelliger Millionenhöhe entscheiden. Während Themen wie der Neubau an der Carl-Orff-Schule oder die Erweiterung der Buslinie ins Gewerbegebiet 2019 bereits umgesetzt wurden, sei die Stadt mit dem geplanten Neubau der Feuerwache auch nach fast sechsjähriger Beratung nicht wesentlich weitergekommen, so Bürgervorsteherin Cornelia Harmuth (CDU).

Klima- und Umweltschutz habe einen hohen Stellenwert

„Die Liste der Maßnahmen ist lang, die Mittel sind – personell wie finanziell – begrenzt“, sagte Kruse-Gobrecht. „Obwohl Qualität vor Schnelligkeit geht, müssen wir die Projekte nun entlang eines roten Fadens priorisieren und von der Planung zur Umsetzung kommen.“ Neben einem Mobilitätskonzept und zukunftsfähigen Plan für die Bargteheider Innenstadt habe nach wie vor der Klima- und Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Die Politik müsse für die Rahmenbedingungen sorgen, die Inhalte müssten aber vor allem in den Köpfen und im Handeln der Bürger ankommen, sagte Harmuth.

Zu Wort kamen daher auch Josefine Strehmel und Lukas Heindorf, die sich bei der „Fridays for Future“-Bewegung engagieren und dafür sorgen, dass das Thema auf der Agenda bleibt. „Auch in Bargteheide sind wir mit unseren Anliegen in der Lokalpolitik angekommen“, sagte der Schüler. „Wir können nicht warten, sondern müssen jetzt und hier anfangen, etwas zu verändern und die Menschen zu sensibilisieren.“