Stormarn
Neujahrsempfang

Ammersbek kritisiert Land für Kita-Finanzierung

Bürgermeister Horst Ansén (l.) begrüßt die Gäste.

Bürgermeister Horst Ansén (l.) begrüßt die Gäste.

Foto: Finn Fischer

Beim Neujahrsempfang sprach Bürgermeister Horst Ansén über die Herausforderungen, die in diesem Jahr auf seine Gemeinde zukommen.

Ammersbek.  Neubau der Grundschule im Ortsteil Bünningstedt, Planung einer Seniorenresidenz, Kitas, Klimaschutz, Bürgermeisterwahl: Beim Ammersbeker Neujahrsempfang blickten Bürgervorsteherin Bettina Schäfer (SPD) und Bürgermeister Horst Ansén mit rund 250 Gästen auf die anstehenden Herausforderungen.

Für Familien habe die Kita-Reform viele Vorteile

Ein Schwerpunkt liegt für Ansén auf neuer Kinderbetreuung: „Unsere Gesellschaft hat sich geändert und damit auch die Anforderungen an die Familien und den Arbeitsmarkt. Darauf muss mit einem guten Betreuungsangebot reagiert werden.“ Ammersbek benötige gute und verlässliche Grundschulbetreuung in vernünftig ausgestatteten Schulen mit moderner Technik, außerdem weitere Betreuungsplätze für Kinder.

Nachdem das ehemalige Jugendzentrum in Hoisbüttel in eine Kita umgebaut wurde, steht nun ein weiteres Projekt an. Im selben Ortsteil plant ein privater Investor eine Kombination aus Seniorenresidenz mit 40 Apartments und Kindertagesstätte mit rund 70 Plätzen. Kritik übte der Bürgermeister an der Kita-Reform des Landes: „Bei der Finanzierung der Krippen- und Kindergartenplätze wurden die Kommunen erneut im Regen stehen gelassen.“ Für Familien habe die Reform viele Vorteile: „So richtig das Gesetz ist, so unerhört ist die Praxis, die Kosten einfach an uns weiterzureichen.“

Gemeinde möchte sich nachhaltig engagieren

Ein drängendes Thema sei der Klimawandel. „Wir müssen uns anstrengen, das Bestmögliche zu tun, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen“, so Ansén. Unter anderem wurde beim Bauhof eine Fotovoltaikanlage installiert und ein E-Fahrzeug angeschafft. Für den Verwaltungschef selbst ist der 17. Mai ein wichtiges Datum: Dann ist Bürgermeisterwahl.

Bürgervorsteherin Bettina Schäfer blickte auf die Kinderstadt Stormini, die der Kreisjugendring Stormarn dieses Jahr erstmals in Ammersbek organisiert. „Das ist eine tolle Herausforderung für die Kinder“, sagte sie.