Raumnot

Mehr Schüler: Ahrensburg braucht neue Klassen

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Der 2004 eingeweihte Cafeteria- und Klassentrakt am Schulzentrum Am Heimgarten könnte aufgestockt werden.

Der 2004 eingeweihte Cafeteria- und Klassentrakt am Schulzentrum Am Heimgarten könnte aufgestockt werden.

Foto: Birgit Schücking

Laut Prognose steigt die Schülerzahl bis 2023 um elf Prozent auf 4250. Das Ganztagsangebot wird stark ausgeweitet.

Ahrensburg. Die Stadt Ahrensburg rechnet in den nächsten Jahren mit steigenden Schülerzahlen. Aktuell werden rund 3830 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Bis 2023 sollen es laut Prognose 4250 sein, was einem Plus von elf Prozent entspricht. Anfang der 1990er-Jahre waren es dagegen weniger als 2900 Schüler.

Für die Stadt bedeutet die Entwicklung Millioneninvestitionen in Ausbau und Modernisierung. Mehr Platz wird auch für die Nachmittagsbetreuung (Horte und Offene Ganztagsschule) sowie Schulsozialarbeit benötigt. Angaben zu jeder Einrichtung enthält der Schulentwicklungsplan 2019–2023, über den die Kommunalpolitiker jetzt beraten.

Ab 2025 Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen

Auf die Grundschulen wirkt sich auch der Rechtsanspruch für eine Ganztagsbetreuung aus, den die Bundesregierung ab 2025 umsetzen will. Bei den Gymnasien ist es die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9). Auffällig ist, dass die Stormarnschule im Vorjahr nur noch 76 Anmeldungen für die fünften Klassen hatte und erstmals drei- statt vierzügig war.

Bei Gebäudebegehungen hatten sich die Mitglieder des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses selbst ein Bild vom aktuellen Zustand gemacht. Dazu erstellten die Schulleitungen Listen zur Instandhaltung. Der Schulentwicklungsplan empfiehlt bis 2023:
Grundschule Am Schloss (jetzt 427 Schüler in 18 Klassen): Die Räume für eine durchgehende Fünfzügigkeit sind vorhanden. Die ab 2021/2022 geplante offene Ganztagsschule erfordert eine Erweiterung der Cafeteria.
Grundschule Am Reesenbüttel (425 Schüler in 19 Klassen): Dank mehrerer Neubauten ist genug Platz für die Vier- bis Fünfzügigkeit und die bereits gestartete offene Ganztagsschule.
Grundschule Am Hagen (201 Schüler in neun Klassen): Für die Zwei- bis Dreizügigkeit sind ausreichend Klassen vorhanden, es fehlen aber Räume für Gruppen, Schulsozialarbeit und Nachmittagsbetreuung. Ein Ausbaukonzept für die veralteten Gebäude ist in Arbeit.
Grundschule Am Aalfang (256 Schüler in zwölf Klassen): Ein Neubau mit Klassen- und Gruppenräumen sowie für die offene Ganztagsschule (Start 2020/21) entsteht am Ahrensfelder Weg. Die Cafeteria wird bis August errichtet.
Eric-Kandel-Gymnasium (660 Schüler in 29 Klassen) und Gemeinschaftsschule Am Heimgarten (488 Schüler in 26 Klassen): Der 2004 eingeweihte Anbau (mit Cafeteria) könnte um sieben Klassen aufgestockt werden, auch für die EKG-Vierzügigkeit und Ganztagsschule.
Stormarnschule (739 Schüler in 32 Klassen): Eine Erweiterung hängt auch davon ab, ob es wieder vier statt jetzt drei Eingangsjahrgänge gibt.
Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule (634 Schüler in 30 Klassen): Mit dem Neubau, der im August fertig sein soll, ist ausreichend Platz vorhanden.

Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss Do 9.1., 19.30, Peter-Rantzau-Haus, Manfred-Samusch-Straße 9

( kx )

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