Agenda 2020

Das sind die großen Projekte in Bargteheide und Umgebung

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Lutz Kastendieckund Melissa Jahn
An diesen Punkten in Bargteheide und im Amt tut sich 2020 etwas.

An diesen Punkten in Bargteheide und im Amt tut sich 2020 etwas.

Foto: Grafik: Frank Hasse / HA

Ein neuer Haupttrakt für das Freizeitbad, ein neuer Abwasserkanal im Hasselbusch, die Modernisierung mehrerer Feuerwachen – es gibt viel zu tun.

Bargteheide.  Mitte Mai jährt sich zum 50. Mal die Verleihung der Stadtrechte. Passend dazu ist Bargteheide ins Städtebauförderprogramm aufgenommen worden. Was mit dem Geld wann konkret umgesetzt werden soll, wird in diesem Jahr allerdings erst einmal intensiv diskutiert und konzipiert. Gebaut wird allerdings auch, etwa ein neuer Haupttrakt für das Freibad und ein neuer Abwasserkanal unter der Straße Hasselbusch. Ansonsten ist die Digitalisierung in der Stadtverwaltung und an den Schulen ein Hauptthema. Im Amt werden mehrere Feuerwachen geplant und modernisiert, Tremsbüttel freut sich auf eine neue Ortsdurchfahrt.

1. Auftakt für die Städtebauförderung

Nach der erfolgreichen Aufnahme ins Förderprogramm werden zunächst die Rahmenbedingungen für die zukünftigen Maßnahmen entwickelt. Auf Basis der eingereichten Projekte werden die weiteren Schritte zur Umsetzung geplant. Bereits diese Planungskosten werden bezuschusst. Das Gesamtprojekt erstreckt sich über mehr als zehn Jahre und wird dazu beitragen, die Bargteheider Innenstadt zwischen Bahnhof und Utspann durch Einzelhandels- und Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

2. Öffentlicher Personennahverkehr soll weiterentwickelt werden

Mit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2019 hat die Linie 8106 ihren Betriebs aufgenommen und verkehrt fortan montags bis freitags im 30-Minuten-Takt zwischen dem Bahnhof und den Gewerbegebieten. Die Pilotphase ist auf zwei Jahre festgelegt. Zudem hat das innerstädtische Anrufsammeltaxi seinen Betrieb aufgenommen. An insgesamt 43 Haltepunkten kann das Angebot nach Voranmeldung von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 7 und 22 Uhr und am Sonnabend zwischen 8 und 18 Uhr genutzt werden.

3. Ausbau der Straße Hasselbusch

Der lange umstrittene Ausbau des Hasselbuschs steht an. Zuvor baut die Abwasserentsorgung Bargteheide einen neuen Kanal. Dann erhält die Straße eine neue Fahrbahn und modifizierte Gehwege. Dafür wurden 800.000 Euro bereitgestellt. Die Maßnahme stieß 2019 auf Widerstand, die hohe Eigenanteile an den Kosten befürchten. Inzwischen wurde die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge beschlossen. Ob die Aufhebung der Beiträge auch für den Hasselbusch gilt, steht noch nicht fest.

4. Bargteheide feiert 50 Jahre Verleihung der Stadtrechte

1970 wurden Bargteheide die Stadtrechte verliehen. Dieses Jubiläums wird vom 15. bis 17. Mai mit einem Festwochenende gefeiert. Während des verkaufsoffenen Sonntags am 17. Mai präsentieren sich viele Vereine und Organisationen der Stadt auf einer Meile in der Rathausstraße. Zudem sind zahlreiche weitere Veranstaltungen und Aktionen geplant.

5. Umsetzung des Digitalpakts an den Schulen der Stadt

Bargteheide erhält aus dem Bundesprogramm als großer Schulstandort etwa 1,44 Millionen Euro für Investitionen in Technik und die digitale Infrastruktur. Die Umsetzung der vielfältigen Maßnahmen soll in diesem Jahr beginnen. Dafür wurden zusätzlich zwei Stellen im IT-Bereich für die Schulen geschaffen.

6. Das Freizeitbad erhält ein neues Hauptgebäude

Mehrfach geschoben soll der Neubau nun umgesetzt werden und das in die Jahre gekommene Hauptgebäude ersetzen. Vorgesehen sind Sozialräume für die Freibadmitarbeiter, ein Kiosk und moderne Umkleideräume. Das Gebäude wird so hergerichtet, dass eine bauliche Aufstockung für Räume der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) möglich ist. Rund 2,5 Millionen Euro wird das Projekt kosten, das Land beteiligt sich mit 250.000 Euro.

7. Auf dem Weg zum digitalen Rathaus

Zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, die bis 2022 erfolgt sein muss, bereitet die Verwaltung die Digitalisierung der Geschäftsprozesse vor. Ziel ist, die anstehenden Aufgaben künftig zeitsparender, effizienter und damit deutlich bürgerfreundlicher zu erledigen. Der mit der steigenden Aufgabenlast verbundene Personalbedarf macht eine Erweiterung des Rathauses unumgänglich. In diesem Jahr sollen weitere Büroräume angemietet werden, um den notwendigen Platzbedarf zu decken.

8. Stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Der im Vorjahr erstmals gewählte Kinder- und Jugendbeirat nimmt seine Arbeit auf. So erhält die Jugend der Stadt eine Stimme in den zahlreichen Vorhaben der Stadt, darf offiziell mitreden und selbst Anträge stellen.

Das sind die großen Projekteim Amt Bargtheide-Land

9. Bargfeld-Stegen: Umgestaltung/Erlebbarmachung der Burgstelle Stegen in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt und dem Gut Stegen. Hierfür sind 2019 etwa 655.000 Euro zur Verfügung gestellt worden, die Maßnahme wird durch das Land mit weiteren 335.000 Euro gefördert. Grundsanierung des Rasensportplatzes für rund 500.000 Euro, aus dem Landessportförderprogramm kommen noch einmal 250.000 Euro hinzu. Die Straßen Brooklande und Rastleben sollen für 250.000 Euro saniert werden.

10. Delingsdorf: Geplant wird der Neubau einer Feuerwache. Dafür werden zunächst 50.000 Euro bereitgestellt. Das Gebäude soll in den kommenden Jahren im Bereich Schäferkoppel entstehen. Zunächst steht die Bauleitplanung an. Sanierung der Sanitäranlagen und der Haustechnik im Mehrzweckhaus an der Lohe. Hierfür sind 2020 zusätzlich 325.000 Euro eingeplant, im Vorjahr waren es bereits 95.000 Euro.

11. Elmenhorst: Die Gemeinde plant den Neubau einer Feuerwache für ihre Ortswehr. Für die Architekten- und die Bauleitplanung werden 75.000 Euro bereitgestellt. An der Schulstraße soll für 22.000 Euro die Haltestelle umgebaut und mit einem Unterstand versehen werden. Das Ortsentwicklungskonzept, das 2019 gestartet wurde, soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Überdies wird die Oberflächenentwässerung in der Gemeinde überplant. Erste Baumaßnahmen zur Umsetzung der Konzeption, einschließlich des Baus eines neuen Regenrückhaltebeckens in Fischbek, werden 2020 erfolgen.

12. Hammoor: Bei einem geplanten Defizit im Haushalt von mehr als 500.000 Euro sind keine großen Sprünge für die Gemeinde möglich. Wenigstens soll für 25.000 Euro die Hausmeisterwohnung saniert werden. Für die lange geforderte Umgehungsstraße zeichnet das Land Schleswig-Holstein verantwortlich, für den neuen Autohof (die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn WAS und ein Privatinvestor, für das Rettungszentrum der Kreis Stormarn.

13. Jersbek: Für die Erschließung eines neuen Baugebiets im Ortsteil Jersbek werden Mittel für den Grunderwerb und 100.000 Euro für die Erschließung bereitgestellt. Für die Sanierung eines Regenrückhaltebeckens stehen 150.000 Euro im Etat.

14. Nienwohld: Das Wohnhaus, in dem die Gemeinde fünf kleinere Wohnungen zur Vermietung anbietet, wird fertiggestellt. Es gibt Planungen, die eigene Kläranlage aufzugeben und das Abwasser ab 2021 in die Kläranlage Bargteheide zu leiten. So wie es bereits andere amtsangehörige Gemeinden vollziehen.

15. Tremsbüttel: Das größte Vorhaben ist in diesem Jahr die Sanierung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Kreisstraße 12. Hierfür stellt die Gemeinde als Auftraggeber die Mittel für den Straßenbau bereit, die zu einem großen Teil vom Kreis als Straßenbaulastträger erstattet werden. Als wesentlicher Teil der Baumaßnahme wird zudem die Oberflächenentwässerung verbessert.

16. Todendorf: Der Hochbau des neuen Feuerwehrgerätehauses wird in Angriff genommen. Die Sanierung im Gemeindezentrum bezüglich des Brandschutzes wird ebenfalls fortgesetzt. Hierfür sind 2019 und 2020 Investitionen vorn insgesamt 200.000 Euro vorgesehen.

17. Amt: Der Außenbereich der Kita Eckhorst wird aufgewertet. In allen Liegenschaften sind kleinere Sanierungsmaßnahmen geplant.

18. Schulverband Bargteheide-Land: Neubau des Verwaltungstrakts an der Johannes-Gutenberg-Schule in Bargteheide für drei Millionen Euro. Weitere Bauabschnitte (Mensa, Klassenräume) folgen in den nächsten Jahren. Anbau von Räumen für die offene Ganztagsschule in der Grundschule Alte Alster in Bargfeld-Stegen. Kosten: drei Millionen Euro.

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