Mobilität

Ahrensburg vergleicht die Fahrdienste Moia und Ioki

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Die gold-schwarzen Kleinbusse von Moia könnten 2021 versuchsweise durch Ahrensburg rollen.

Die gold-schwarzen Kleinbusse von Moia könnten 2021 versuchsweise durch Ahrensburg rollen.

Foto: dpa

Sammeltaxi Moia will Modellprojekt in der Schlossstadt starten. Konkurrent Ioki stellt sich Mittwoch im Bau- und Umweltausschuss vor.

Ahrensburg. Die Stadt Ahrensburg könnte beim Thema neue Mobilitätsangebote eine Vorreiterrolle in Stormarn einnehmen. Wie berichtet, will der Sammeltaxi-Fahrdienst Moia dort ein Modellprojekt starten. Bereits Anfang 2021 könnten die ersten gold-schwarzen Kleinbusse der VW-Tochter durch die Schlossstadt rollen – zunächst allerdings nur für sechs bis zwölf Monate. So lange soll die Praxisphase dauern, anschließend werden die Ergebnisse wissenschaftlich ausgewertet.

Politiker wollen Mobilitätskonzept erstellen lassen

Moia-Geschäftsführer Robert Henrich hatte erste Ideen Mitte Dezember im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt. So könnten Pendler zum Beispiel in den Elektro-Kleinbussen vom Ahrensburger Bahnhof ins Gewerbegebiet gebracht werden. Auch ein Shuttle zum Hamburger Flughafen sei denkbar, so Henrich. Die Politiker stimmten grundsätzlich zu, das Vorhaben weiterzuverfolgen. Grüne und Linke plädierten jedoch dafür, auch andere Anbieter und Konzepte für Ahrensburg in Erwägung zu ziehen. Ein Konkurrent von Moia wird sich am kommenden Mittwoch, 8. Januar, in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mit dem Umweltausschuss präsentieren: die Bahn-Tochter Ioki. Auf Antrag von CDU, Grünen und Wählergemeinschaft WAB haben die Stadtverordneten im Dezember beschlossen, 50.000 Euro für die Erstellung eines umfassenden alternativen Mobilitätskonzepts als Ergänzung zum Öffentlichen Personennahverkehr im Haushalt 2020 bereitzustellen.

Auch Ioki hat Interesse am Standort Ahrensburg

Ioki habe sich in Gesprächen interessiert gezeigt, „in Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben und weiteren Beteiligten für Ahrensburg ein Konzept zu planen und testweise einzuführen“, hieß es in der Begründung der Fraktionen. Die Möglichkeiten sollen am Mittwoch diskutiert werden. Nach Angaben der Verwaltung stehen die Vorhaben von Moia und Ioki erst einmal nicht in Konkurrenz zueinander. „In dem Versuchszeitraum von Moia im Jahr 2021 wird Ioki in Ahrensburg garantiert nicht tätig werden können“, sagte Ulrich Kewersun, Fachdienstleiter im Bauamt.

Wie das geplante Ioki-Projekt im Raum Brunsbek ist auch die Einführung von Moia in Ahrensburg eine Idee des sogenannten Reallabors Hamburg. Es will damit On-Demand-Angebote in nachfrageärmeren Regionen außerhalb Hamburgs testen.

( jjd )

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