Stormarn
Neue Unterrichtsräume

Stormarnschule in Ahrensburg weiht moderne Chemieräume ein

Chemie-Lehrer der Ahrensburger Stormarnschule bei der Einweihung der neuen Räume (v. l.): Mirco Rusche, Susan Hammerich, Elisabeth Rothmaier und Imke Lüdeke.

Chemie-Lehrer der Ahrensburger Stormarnschule bei der Einweihung der neuen Räume (v. l.): Mirco Rusche, Susan Hammerich, Elisabeth Rothmaier und Imke Lüdeke.

Foto: Filip Schwen

Sanierung des Traktes für rund 700.000 Euro ist jetzt abgeschlossen, die Geruchsbelästigung im Verwaltungstrakt damit beseitigt.

Ahrensburg. Es blitzte, leuchtete, schäumte und funkelte zur Einweihung der sanierten Chemie-Räume der Stormarnschule in Ahrensburg. Mit einer Experimentier-Show gab das Chemielehrer-Kollegium des Gymnasiums in Anwesenheit von Bürgermeister Michael Sarach und Bürgervorsteher Roland Wilde am Freitag eine Kostprobe, wie der Unterricht in den modern eingerichteten Fachräumen künftig aussehen wird.

Mitarbeiter der Schule hatten über Atemwegsreizungen geklagt

Vor zwei Jahren begannen die Planungen für die Sanierung des Chemietraktes, jetzt gab Schulleiterin Michaela Witte die Räumlichkeiten mit einer Feierstunde offiziell frei. „Chemie ist, wenn es knallt und stinkt. Ich freue mich, das fortan wieder täglich zu erleben“, sagte Witte, deren Büro im Stockwerk direkt über den Chemieräumen liegt, mit einem Augenzwinkern. Das hatte vor der Sanierung zu Problemen geführt: Witte und andere Mitarbeiter der Schule hatten wiederholt über eine Geruchsbelästigung im Verwaltungstrakt und Atemwegsreizungen geklagt. Vermutlich war der Gestank auf alte Chemikalien-Ablagerungen im Boden der Chemie-Räume zurückzuführen, er ist laut Witte mit der Sanierung verschwunden.

Die Entkernung der zwei Unterrichtsräume, der Sammlung und des Vorbereitungszimmerns für Lehrkräfte aus den 1950er-Jahren habe die Handwerker vor immense Herausforderungen gestellt, berichtete Thorsten Patschkowski, der den Umbau für die Stadtverwaltung koordinierte. „Wir haben Schadstoffe im Fußboden, im Kleber der Bodenplatten und im Deckenbelag gefunden“, sagte Patschkowski. Die Handwerker stellten außerdem fest, dass sämtliche Leitungen aus giftigen Bleirohren bestanden. „Teilweise waren sie durch die aggressiven Chemikalien, die über die Jahrzehnte in den Ausguss geschüttet wurden, stark zersetzt.“

Eine weitere Überraschung wartete unter dem Bodenbelag: „Es gab eine Kante, die bloß mit einer Holzkonstruktion überdeckt war.“ Doch weil ein statisches Gutachten eine geringe Tragfähigkeit des Bodens bescheinigte, habe man nicht durch das Aufragen von Estrich nachbessern können. „Wir mussten uns etwas einfallen lassen und schließlich wieder mit Holz arbeiten“, sagt Patschkowski. Um den gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg zu schaffen, sei ein Wanddurchbruch notwendig gewesen, eine weitere Wand habe zur Vergrößerung der Unterrichtsräume weichen müssen. „Dadurch finden in jedem Raum jetzt 35 Schüler Platz“, so Patschkowski.

Sanierungskosten stiegen am Ende um rund 150.000 Euro an

24 Unternehmen wirkten laut Verwaltung an den Umbauarbeiten mit, deren Kosten von den veranschlagten 552.000 auf eine Endsumme von rund 707.000 Euro anstiegen. „Letzlich mussten wir wegen der verzweigten Leitungen in 15 Zimmern Arbeiten vornehmen, um die vier Räume im Chemie-Trakt zu erneuern“, so Patschkowski.

Doch die Arbeiten haben sich aus Sicht von Schulleiterin Michaela Witte ausgezahlt: „Entstanden sind großzügige, helle Unterrichtsräume mit moderner Ausstattung, etwa herunterfahrbaren Gas- und Elektroanschlüssen, mobilen Tischen, die für Gruppenarbeiten umgestellt werden können, Abzügen an allen Arbeitsplätzen und IT-Ausstattung mit Beamer, Laptop, Smartboard und Dokumentenkamera.“