Stormarn
Zivilverfahren

Prozess zwischen Ahrensburger Kirche und Pastor wird vertagt

Der Ahrensburger Pastor Helgo Matthias Haak, hier bei einem Besuch zu Jahresbeginn im Ahrensburg-Janavijaya-Kindergarten in Madihe, (Sri Lanka).

Der Ahrensburger Pastor Helgo Matthias Haak, hier bei einem Besuch zu Jahresbeginn im Ahrensburg-Janavijaya-Kindergarten in Madihe, (Sri Lanka).

Foto: HA/Haak

Vor dem Landgericht Lübeck geht es nun erst im Januar um die Erstattung von Fahrtkosten in Höhe von 5310 Euro.

Ahrensburg/Lübeck.  Das Zivilverfahren zwischen der Kirchengemeinde Ahrensburg und Pastor Helgo Matthias Haak um die Erstattung von Fahrtkosten in Höhe von 5310 Euro vor dem Landgericht Lübeck ist auf den kommenden Januar vertagt worden. Das teilte das Gericht den Konfliktparteien jetzt mit. Einen genauen Termin gibt es bislang nicht. Eigentlich sollte der Prozess an diesem Dienstag mit einer mündlichen Verhandlung beginnen.

Rechtsanwalt der Kirchengemeinde bat um neuen Termin

Grund für die Verschiebung seien Terminschwierigkeiten, heißt es. Demnach hatte der Rechtsanwalt, der die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in dem Prozess vertritt, den Termin abgesagt und um einen neuen gebeten. Die Kirchengemeinde Ahrensburg fordert von Helgo Matthias Haak die vierstellige Summe zurück, die sie dem Geistlichen 2011 gezahlt hatte. Sie beteiligte sich damit an den Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung.

Bei dem Betrag soll es sich um ein Darlehen gehandelt haben

Der Pastor war erkrankt, nachdem die Kirche mit Repressalien auf dessen Forderung nach Transparenz und Aufklärung des 2010 bekannt gewordenen Missbrauchsskandals in Ahrensburg reagiert hatte. Die Kirche argumentiert, es habe sich bei dem Betrag um ein Darlehen gehandelt und verklagte ihren Pastor, als dieser die Summe nicht zurückzahlte. Haak bestreitet das, auch Mitglieder des damaligen Gemeinderats wiesen diese Darstellung als Zeugen zurück.