Bargteheide

Jugendliche wollen die Zukunft der Stadt mitgestalten

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Granit Bajrami (19/v. l.), Nick Breitenfeld (18), Michelle Sophie Heller (15) und Fiona Klischat (10) haben es auf die ersten vier Plätze geschafft.

Granit Bajrami (19/v. l.), Nick Breitenfeld (18), Michelle Sophie Heller (15) und Fiona Klischat (10) haben es auf die ersten vier Plätze geschafft.

Foto: Melissa Jahn

Kinder- und Jugendbeirat gewählt. „Radwege, ein Ort zum Chillen, besseres WLAN-Netz“ Im Abendblatt erläutern sie ihre Themen.

Bargteheide. In Zukunft mischen Bargteheider Jugendliche in der Politik kräftig mit: Der neugewählte Kinder- und Jugendbeirat hat bei seiner konstituierenden Sitzung im Jugendzentrum jetzt zwölf Personen für das Gremium bestimmt. 32 hatten sich dafür beworben und mit 47,4 Prozent für die höchste Wahlbeteiligung landesweit gesorgt.

„Das Ergebnis zeigt, dass die Kinder bei politischen Entscheidungen mitgenommen werden wollen“, sagt Bianca Störte vom Jugendarbeitsteam (JAT). „Wir haben in Bargteheide auf diesen Moment hingearbeitet und den Grundstein für mehr Kinderrechte gelegt.“

Granit Bajrami ist Schüler des Kopernikus Gymnasiums (KGB) und mit 19 Jahren ältestes Beirats-Mitglied. Den Wahlerfolg habe er seinem hohen Bekanntheitsgrad zu verdanken, sagt der Bargteheider. Seine Wahlthemen: ein fester Platz für das autonome Jugendhaus und „ein Ort zum Chillen“ für alle Jugendlichen. „Im Schulzentrum habe ich bereits 30 Platzverweise kassiert, obwohl ich nichts Verwerfliches gemacht habe“, sagt der begeisterte Football-Spieler. „Statt nur rumzuheulen, möchte ich jetzt die Chancen auf Veränderung ergreifen.“

Beiratsmitglieder lernen, wie Demokratie funktioniert

Etwas bewegen und sich einbringen wollen auch Nick Breitenfeld (18 Jahre, Dietrich-Bonhoeffer-Schule) und Michelle Sophie Heller (15 Jahre, KGB). Während sich der Jugendleiter des JuZe schon länger um die Belange Heranwachsender kümmert, geht es Sophie vor allem um Problemlösungen. Insbesondere bei der Umweltdebatte sei es ihr unverständlich, warum die Politik nicht längst auf die Wünsche nach besseren Radwegen und Radständern reagiert habe. „Statt auf eingefahrene Meinungen zu beharren, sollte die Stadt die nötigen Mittel freigeben“, so die Schülerin. „Der Ausbau des öffentlichen WLAN-Netzes wäre ebenfalls wünschenswert.“ Als eine der Jüngsten hat es Fiona Klischat auf den vierten Platz der Liste geschafft. Die zehn Jahre alte Schülerin der Johannes-Gutenberg-Grundschule wünscht sich neue Spielgeräte, auch für ältere Kinder, und möchte den Umweltgedanken voranbringen. „Wir müssen lernen, die Zukunft der Stadt mit dem neuen Gremium zu gestalten“, sagt Bianca Störte. „Während die Kinder Demokratie lernen, wird sich auch die Politik an die Jugend anpassen müssen.“

Die nächste Sitzung des Kinder- und Jugendbeirates, 20. Januar, 15.30 Uhr JuZe

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