Stormarn
Millionenprojekt

Stapelfeld: Vereine rufen zu Protest gegen MVA-Neubau auf

Die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld soll abgerissen, eine neue gebaut werden.

Die Müllverbrennungsanlage in Stapelfeld soll abgerissen, eine neue gebaut werden.

Foto: HA/EEW Energie from Waste / EEW Energie from Waste

Stormarner wollen bei Erörterungstermin zum Neubau am Dienstag in Großhansdorf starke Präsenz gegen das Projekt zeigen.

Ahrensburg/Stapelfeld. Fünf Vereine aus der engeren Umgebung der Müllverbrennungsanlage (MVA) Stapelfeld wollen beim Erörterungstermin zum Neubau starke Präsenz zeigen. Die Vorstände der Bürger-Interessen-Gemeinschaft Stapelfeld, des Bürger- und Grundeigentümervereins Waldgut Hagen, der Bürgergemeinschaft Am Hagen, der Dorfgemeinschaft Ahrensfelde und der Interessenvertretung Ahrensburger Kamp (alle vier Ahrensburg) rufen Mitglieder und Bürger zur Teilnahme auf.

„Nach 40 Jahren Müllverbrennung in der MVA Stapelfeld wird in diesem Genehmigungsverfahren über weitere mindestens 40 Jahre mit zusätzlicher Klärschlammverbrennung und erhöhtem Schadstoffausstoß im unmittelbaren Umfeld eines Fauna--Flora-Habitat-Gebietes und betroffener Gemeinden entschieden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Neubau-Schlot soll nur 63 statt jetzt 110 Meter hoch sein.

Im südlichen Bereich von Ahrensburg, in Braak, Großhansdorf, Meilsdorf, Siek und dem FFH-Gebiet werde durch die Reduzierung der Schornsteinhöhe eine höhere Schadstoffbelastung die Folge sein. Der Neubau-Schlot soll nur 63 statt jetzt 110 Meter hoch sein.

Bürger können ihre Einwände gegen das Projekt erläutern

Eine erhöhte Belastung ergebe sich für alle Bewohner der aufgeführten Gemeinden und Gebiete sowie aufgrund der Verteilung durch den Wind weit darüber hinaus. „Für die Zukunftssicherung jetziger und kommender Generationen bitten die Vorstände der Vereine zur Demonstration unserer aller Betroffenheit um zahlreiches Erscheinen“, schreiben die Initiatoren. Ihre Kritik richtet sich zudem gegen die Klärschlammverbrennungsanlage (KVA), die zusätzlich gebaut werden soll. Das führe zu höherer Verkehrsbelastung.

Die Vereine betonen, dass alle Bürger und die Vertreter der Träger öffentlicher Belange (zum Beispiel Gemeinden und Vereine), die schriftliche Einwendungen erhoben haben, diese näher erläutern und Antworten erwarten dürfen. „Allen anderen wird zumindest die Gelegenheit gegeben, der Veranstaltung beizuwohnen und möglicherweise auch Fragen stellen zu dürfen.“