Stormarn
Schadstoff

Asbest in Schulzentrum: Reinbek stellt Gutachten online

So sah das Schulzentrum am Mühlenredder in Reinbek im September aus, als Fachkräfte das Gebäude von Asbest befreiten.

So sah das Schulzentrum am Mühlenredder in Reinbek im September aus, als Fachkräfte das Gebäude von Asbest befreiten.

Foto: René Soukup

Die Schule wurde im Dezember 2018 wegen eines Asbestfundes geschlossen. Die Gutachten sind jetzt im Netz einsehbar.

Reinbek.  Die Schließung des Reinbeker Schulzentrums am Mühlenredder im Dezember vergangenen Jahres wegen eines Asbestfundes hatte für viel Wirbel gesorgt. Sogenannte Glasalplatten der Firma Eternit waren die Quelle der hohen Schadstoffbelastung. Seit 1993 ist der als krebserregend eingestufte Baustoff verboten. Gebundener Asbest gilt eigentlich als ungefährlich, in Reinbek fehlte aber bei einem Teil der Paneele eine Beschichtung. So gelangten Fasern in die Raumluft.

Inzwischen sind die Jungen und Mädchen der Gemeinschaftsschule in einem Container-Campus nahe dem Freizeitbad untergebracht. Das Projekt hat rund sieben Millionen Euro gekostet. Die Nachsorge für alle Betroffenen sieht die Stadtverwaltung als Daueraufgabe. Sie hat jetzt das Onlineportal www.reinbek.de/schulzentrum geschaltet. Dort sind umfangreiche Informationen zum Thema Asbest auch mit speziellem Blick auf das alte Schulgebäude zu finden sowie die Schadstoffgutachten.

Asbest in Schule: Auch Ehemalige sollen sich informieren können

Ehemalige Schüler der Bildungseinrichtung können über die Internetseite eine Schulbescheinigung anfordern. Außerdem erstellt die Stadt eine Datenbank mit den Namen aller Personen, die dort unterrichtet wurden. „Um sicherzustellen, dass sich die Ehemaligen auch in den kommenden Jahren, womöglich auch weit darüber hinaus, an die Stadt Reinbek wenden können und die gewünschten Informationen erhalten“, heißt es in einer Mitteilung.

Derzeit wird das Anfang der 1970er-Jahre erbaute Schulzentrum saniert und erweitert. Die Fertigstellung ist für Februar 2022 geplant. Die Nutzfläche wächst von zuvor 7200 auf 11.800 Quadratmeter. Das Projekt kostet geschätzt 27 Millionen Euro. Hinzu kommt die Summe für die Gestaltung der Außenanlage sowie neues Mobiliar.